Sr. Judith Lehner bringt ihre Spiritualität auf die Leinwand

Noch bis 27. Juli zeigt das Quo vadis? die Ausstellung „Aus den Quellen – De fontibus salvatoris“ der Künstlerin und Ordensfrau Sr. Judith Lehner. Mit farbenfrohen Bildern, Zeichnungen und Malereien gibt diese Einblick in ihr Leben als Ordensfrau. Als Inspiration dient ihr dabei vor allem die Spiritualität ihres Ordens.

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Sr. Judith Lehner bei der Ausstellungseröffnung. (c) QV

Schwester Judith Lehner gibt in der Ausstellung Einblicke in das Charisma ihrer Ordensgemeinschaft "Schwestern des Göttlichen Erlösers" und ihrer Gründerin, der Seligen Alfonsa Maria Eppinger. Ihre Bilder erzählen davon, wie Lehner als erlöste Christin lebt und wie sie Jesus Christus immer wieder neu entdeckt:

„Es freut mich, dass ich durch meine Bilder die Herzensbotschaft unserer Gründerin und unserer Gemeinschaft, die auch die Herzensbotschaft Jesu Christi von der erlösenden Liebe Gottes ist, sichtbarer machen kann“, so Lehner.

Viele der Bilder entstanden direkt aus dem konkreten spirituellen Gemeinschaftsleben und der aktuellen Entwicklung ihrer Kongregation. „Durch einen oft intensiven Entstehungsprozess ‚leben‘ die Bilder und vermitteln Botschaften“, sagt die Künstlerin weiter.

Inspiriert von Natur und Bibel

Ihre Werke sind von der Natur und der starken Bildsprache der Bibel inspiriert. In Ausdruck und Farbgestaltung sind sie dem fantastischen Realismus zuzuordnen, der die künstlerische Arbeit von Lehner seit ihrer Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste in Wien prägt. Die Ausstellung spiegelt auch ihre beruflichen Tätigkeiten als Kunstpädagogin am Bildungscampus Kenyongasse im siebenten Wiener Gemeindebezirk wider, denen die Ordensfrau bis zu ihrer Pensionierung nachging.

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„Durch einen oft intensiven Entstehungsprozess ‚leben‘ die Bilder und vermitteln Botschaften“, sagt Sr. Judith Lehner. (c) Leo Lehner

Geistliches Leben und Schöpfung als Quellen

Die Meditation, die tägliche Liturgie und das Lesen der Heiligen Schrift sind jene Quellen, aus denen Lehner persönlich schöpft. Auch die Natur, die Kunst und der Kontakt zu Wegbegleitern sind Kraftquellen für die Ordensfrau und Künstlerin.

„Die Ausstellung ist eine Einladung, sich der eigenen Quellen in dieser herausfordernden Zeit zu vergewissern. Die Freude an Gott kann man in den Bildern von Sr. Judith erfahren. So eröffnet sich für unsere Besucherinnen und Besucher das biblische Wort aus dem Buch Jesaja: ‚Lasst freudig uns schöpfen aus den Quellen des Heils‘“, so Lisa Huber, die Leiterin des Begegnungszentrums.

Das Quo vadis? sei keine Galerie, und doch ein Ort, an dem Künstlerinnen und Künstler mit der Gesellschaft und den Orden in Dialog treten können. Es wird von den österreichischen Ordensgemeinschaften geführt.

Ausstellung bis 27. Juli 2021 zu besichtigen

Die Ausstellung ist bis 27. Juli 2021 zu den Öffnungszeiten des „Quo vadis?“ zu sehen (Juni 2021: Mo-Fr, 10:00-18:00 Uhr; Juli 2021: 11:00-16:00 Uhr.). Der Eintritt ist frei.

Schwester Judith führt am Freitag, 25. Juni um 17 Uhr persönlich durch die Ausstellung.

Weitere Veranstaltung zum Thema:

„Ein Quellen-Abend mit Dr. Elisabeth Birnbaum“, Donnerstag, 24. Juni, 18:30-20:00 Uhr: Wer gibt, braucht Zeiten des Schöpfens und Auftankens. Texte der Bibel werden als Kraftquellen, als erfrischendes Wasser entdeckt.

Alle Termine und Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

[elisabeth mayr]