BENEDIKT be-WEG-t: Von Kloster zu Kloster auf den Spuren des Hl. Benedikt

Erst vor kurzem wurde das europäische Vorzeigeprojekt „BENEDIKT be-WEG-t“ mit dem Preis der Orden ausgezeichnet. Nun konnte ein neuer Meilenstein erreicht werden: Ende Mai wurde mit einer Auftaktveranstaltung in Steinerkirchen ein Teil des oberösterreichischen Abschnittes des Benediktweges präsentiert. Das Ziel ist ein Pilgerweg von Passau bis nach Montecassino, dem Mutterkloster der Benediktiner.

 Am 20. Mai erfolgte dei den Benediktinnerinnen in Steinerkirchen der Kick-Off des EU-LEADER-Projektes und eine erste Pilgerwanderung auf dem bereits markierten Weg nach Kremsmünster. (C) Jack Haijes

Am 20. Mai erfolgte bei den Benediktinnerinnen in Steinerkirchen der Kick-Off des EU-LEADER-Projektes und eine erste Pilgerwanderung auf dem bereits teilweise markierten Weg nach Kremsmünster. (C) Jack Haijes

350 Kilometer, 60 Gemeinden, 9 Klöster

Der Benedikt Pilgerweg in Oberösterreich soll in seiner Endform 60 Gemeinden, neun Bezirke und neun Klöster auf rund 350 Kilometer von Passau nach Spital am Pyhrn und genauso in die andere Richtung verbinden. Gemäß dem Motto „Von Kloster zu Kloster“ verbindet der Benediktweg Klöster in Oberösterreich, die jeweils zu ganz besonderen spirituellen Begegnungen einladen werden.

Der oberösterreichische Abschnitt des grenzüberschreitenden Pilger– und Wanderwegs soll die Lücke zwischen dem bereits bestehenden Benediktweg über Admont und Seckau in der Steiermark nach St. Paul im Lavanttal in Kärnten und weiter nach Slowenien bis an die italienische Grenze (Miren), sowie nach Norden entlang der Donau bis nach Passau schließen.

Derzeit begehbare bzw. in Bau befindliche Streckenabschnitte:

  • Spital am Pyhrn - Passau (inkl. Alternativroute über St. Florian) 350 km (bis Ende 2022 in Bau)
  • Spital am Pyhrn - Gornji Grad: 260 km
  • Gornji Grad - Miren: 175 km (bis Ende 2022 in Bau)
  • Nursia - Montecassino: 320 km

Der Benediktweg führt zu den individuellen Schätzen der vielen Klöster des Landes. (C) Jack Haijes

Der Benediktweg führt zu den individuellen Schätzen der vielen Klöster des Landes. (C) Jack Haijes

Auftakt: Von Steinerkirchen nach Kremsmünster

Zum Auftakt am 20. Mai 2021 wanderten die ersten Pilger von den Benediktinerinnen in Steinerkirchen auf dem bereits teilweise markierten Weg zum Stift Kremsmünster.

„Unser Benedikt Pilgerweg verbindet Kultur, Kirchen, Kunst mit Natur und mit Menschen, er verbindet mich und alle, die ihn gehen, mit Gott, untereinander und sich selbst“, so Kurt Rumplmayr, Obmann des Trägervereins „BENEDIKT be-WEG-t Oberösterreich“ bei der Kick-off-Veranstaltung.

Der geplante Weg führt von Passau und entlang der Donau über Engelszell, Pupping bis nach Wilhering. Von dort geht der Weg südwärts nach Lambach und Steinerkirchen, dann über Kremsmünster weiter nach Schlierbach, über Frauenstein, Klaus, Hinter- und Vorderstoder, Roßleithen, Windischgarsten und Edlbach schließlich nach Spital am Pyhrn.

Sr. Veronika Binder OSB, Obmann-Stellvertreterin des Trägervereins, betont: „Der Hl. Benedikt versteht das Kloster als eine Werkstätte zum Üben und Erlernen, das Leben zu lieben, so wie es uns entgegenkommt, als eine ‚geistliche Kunst‘, ein Leben lang. Unser Pilgerweg öffnet diese Werkstätte für alle und durch ganz Oberösterreich und darüber hinaus.“

600 Markierungstafeln weisen den Weg

Über 600 gelbe Markierungstafeln, mit dem Benediktweg-Logo, wurden bereits angebracht. „Es ist ein Teil eines Weitwanderwegs, jedoch hier in Oberösterreich auch ein regionaler Pilger- und Wanderweg. Die bislang über 600 Markierungen wurden zuerst fotografisch und kartografisch erhoben, mit den Verantwortlichen der Gemeinden und Alpinvereinen rechtlich abgeklärt und dann vorwiegend durch ehrenamtliche Arbeit eingebracht,“ erklärt Reinhard Niederkrottenthaller, der technische Leiter des Vereins.

Das Logo des Benediktweges zeigt das rot-weiße Schachbrett, das Wappen der Spanheimer, der Kärntner Herzöge und Gründer des Stifts St. Paul im Lavanttal. Das Doppelkreuz ist Zeichen für die göttliche und menschliche Natur Jesu Christi und auch Kennzeichen für von einer Diözese unabhängige Kirchen bzw. Klöster und ist dort auf Kirchtürmen zu finden. (C) Jack Haijes

Das Logo des Benediktweges zeigt das rot-weiße Schachbrett, das Wappen der Spanheimer, der Kärntner Herzöge und Gründer des Stifts St. Paul im Lavanttal. Das Doppelkreuz ist Zeichen für die göttliche und menschliche Natur Jesu Christi und auch Kennzeichen für von einer Diözese unabhängige Kirchen bzw. Klöster und ist dort auf Kirchtürmen zu finden. (C) Jack Haijes

Von Schottland nach Italien

Die Vision des Hauptvereins „Benedikt be-WEG-t“ aus St. Paul im Lavanttal in Kärnten ist ein Benedikt-Pilgerweg von der nördlichsten Benediktinerabtei Pluscarden in Schottland bis zum Mutterkloster der Benediktiner und Grab des Hl. Benedikt in Montecassino, Italien. Der Einsatz von zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern in den letzten elf Jahren hat es möglich gemacht, dass man nun in gut zwei Jahren von Kloster zu Kloster von Passau (Paulinerkloster) durch Oberösterreich, die Steiermark und Kärnten bis nach Miren (Benediktinerkloster) an die slowen.-italien. Grenze auf den Spuren des Heiligen Benedikt pilgern kann.


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[renate magerl]