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Bundespräsident Van der Bellen honoriert #Solidaraktion der Orden

Am 28. Jänner 2021 veröffentliche Alexander Van der Bellen zur geplanten Abschiebung von drei SchülerInnen ein Video auf Facebook, in dem er "nicht glauben konnte, dass wir in einem Land leben, wo dies (Kinder abschieben) in dieser Form wirklich notwendig ist". Eine mutige Ordensfrau aus Tirol griff das Zitat auf und setzte damit nichtsahnend eine Bewegung in Gang.

 

Van der Bellen Solidaraktion

Bundespräsident Van der Bellen mit einer Collage des Widerhalls seiner Worte (c) HBF / Lechner

Foto in Druckqualität (c) HBF / Lechner

Mutige Ordensfrau

Die Tertiarschwester Sr. Notburga setzt sich seit ihrem Ordenseintritt 1980 vehement für Menschen ein die eine Stimme brauchen, aber keine haben: Flüchtlinge, sozial am Rande stehende Menschen oder Personen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung. Als im Jänner drei gut integrierten SchülerInnen samt ihren Familien nach Armenien und Georgien abgeschoben wurden, hatte sie das Gefühl, etwas tun zu müssen

So entstand ein Leintuch mit dem Zitat aus der Rede des Bundespräsidenten, das sie mit der Erlaubnis ihrer Oberin an den Klostermauern aufhängte. Ein Bild davon gelangte ins Netz und erreichte dort innerhalb eines Wochenendes Berühmtheit. Es ging viral, wie man das online nennt. 202100201 Tertiarschwestern

Das Originalfoto mit Sr. Notburga ist entstanden, als sie gerade damit beschäftigt war, das Plakat an der Klostermauer zu befestigen. (c) Tertiarschwestern

Beispielsweise haben bekannte und gut vernetzte Personen wie Florian Klenk, Chefredakteur der Wochenzeitung Falter, das Foto auf ihrer Facebookseite gepostet, woraufhin es wieder hunderte Male geteilt wurde, und sich dadurch die Aufmerksamkeit in riesige Dimensionen potenzierte. Auch auf das Titelblatt des Falters hat es Sr. Notburga damit geschafft.

Aus einer Aktion wurde eine ganze Bewegung

Mit großer Begeisterung erfuhren das Medienbüro der Ordensgemeinschaften und der Vorstand der Österreichischen Ordenskonferenz von dieser mutigen Aktion und bestärkten auch andere Gemeinschaften, sich anzuschließen. Damit verselbstständigte sich das Feuer: Immer mehr Gemeinschaften malten und malen Plakate und geben ihrer Position gegen Abschiebungen eine laute Stimme. Entstanden ist eine österreichweite Solidaraktion mit fast 50 Unterstützern - neben vielen Ordensgemeinschaften und ordensnahen Institutionen auch Pfarren in Wien und Oberösterreich, Studierende der Uni Salzburg und zuletzt auch Altbischof Alois Kothgasser.

Gestern erhielt der Urheber der Worte der Solidaraktion, Bundespräsident Van der Bellen, eine Fotocollage mit allen bisherigen solidarisierten Ordensgemeinschaften und schickte uns ein Bild zurück, um seine weiter geltende Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Somit hat sich gezeigt, die Orden werden gehört. Ihre Worte machen einen Unterschied! 

Machen wir weiter und werden dort laut, wo andere es nicht können!


Weiterlesen:

Österreichweite Solidaraktion der Ordensgemeinschaften

„Das Plakat lassen wir erstmal hängen“

[magdalena schauer-burkart]

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