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Jesuiten-Generaloberer Sosa: Demokratien durch Pandemie bedroht

In einem Interview am 15. Dezember 2020 mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR warnte der Generalobere der Jesuiten, Arturo Sosa, davor, dass Demokratien durch die Corona-Krise gefährdet seien. 

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Jesuiten-Generaloberer Arturo Soso: Demokratien könnten durch die Corona-Krise gefährdet sein. (c) SJ-Bild

Demokratien seien als Staats- und Gesellschaftsform dann bedroht, wenn es nicht gelinge, staatsbürgerliches Bewusstsein zu vertiefen und das Gemeinwohl über individuelle Interessen von Personen, Gruppen oder Nationen zu stellen, so der Jesuiten-General im Gespräch. Die Verbreitung von Populismen unterschiedlicher Ausprägung und Fundamentalismen, gekleidet "in 'religiöse' Ideologien oder Verzerrungen", tragen nach Ansicht des Ordensmannes zu der Schwächung bei.

Die jetzt anstehende Verteilung von Impfstoffen ist nach Sosas Ansicht ein "Lackmustest für den Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit und sozialer Verantwortung" in einer Post-Covid-Welt. Hierbei zeige sich, wie es um den demokratischen Willen von Nationalstaaten und internationalen Organisationen wie der EU tatsächlich bestellt sei, so der Jesuiten-Generalobere. Dann zeige sich, ob die Logik des Marktes oder jene der sozialen Gerechtigkeit sich durchsetzen.

Quelle: Kathpress

[robert sonnleitner]

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