Franziskaner verteilen Lebensmittel in Israel

Mit gespendeten Hilfsgütern können die Franziskaner in Bethlehem und Jerusalem Menschen unterstützen, die durch Corona ihre Häuser nicht verlassen können oder ihren Job verloren haben.

 

Auf auf Facebook weisen die Franziskaner vom Heiligen Land auf die schwierige Lage in Israel hin. 

Finanziell unterstützt werden sie dabei von der „Franciscan Holy Land Foundation“, die den beiden Pfarre Jerusalem und Bethlehem je 10.000 Euro für Hilfsgüter hat zukommen lassen. P. Peter Vasko, Präsident der Foundation in den USA, ist zurzeit in Isreal: „Wir wollten mit der Spende den Menschen helfen, die von Corona besonders stark betroffen sind." Dazu zählen ältere Menschen, Menschen, die ihre Häuser nicht verlassen können und jene, die durch Corona in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Schwierige Lage

Durch Corona hat sich die Lage für viele Meschen im Heiligen Land teils drastisch verschlechtert. Viele haben ihren Job verloren, besonders die Tourismusbranche – ein wichtiger Wirtschaftsmotor mit vielen Beschäftigten – leidet am Ausbleiben der Gäste.  P. Rami Asakrieh, Pfarrer der Katharinenkirche in Bethlehem, zeichnet ein Bild der Lage: „Menschen müssen bereits jetzt auf ihr Erspartes zurückgreifen. Es kommt der Zeitpunkt, an dem sie hungern müssen.“

Mit der ersten Hilfslieferung, die von den Pfadfindern verteilt wurde, habe man schon vielen helfen können, so P. Rami. Dennoch: Die Pandemie sei noch nicht vorbei und es werde noch mehr Unterstützung nötig sein.

Auch P. Amjad Sabbara, Pfarrer der Salvatorkirche in Jerusalem, konnte mit den bereit gestellten Hilfsgütern Familien und älteren Menschen seiner Pfarre helfen, die diese am nötigsten haben. 

Seit Beginn der Corona-Krise in Israek haben die beiden Pfarren unermüdlich daran gearbeitet, Familien finanziell und spirituell zu unterstützen. Die Priester blieben vor Ort, suchten nach Möglichkeiten, Nahrungsmittel zu organisieren und zu verteilen. Es gab Online-Treffen und Gebete über WhatsApp. Die Hilfslieferung der "Foundation" ist mehr als willkommen, könne man so noch einfacher Menschen direkt helfen, so P. Rami. 

 

[elisabeth mayr]

 

 

 

[elisabeth mayr]