Barmherzige Schwestern nehmen Abschied von Steyr

Die Barmherzigen Schwestern waren seit 1849 im Medizin- und Bildungsbereich tätig. Die Schule wurde bereits 2010 der "Vereinigung der Ordensschulen Österreich" übergeben und bleibt bestehen.

Bildungsgemeinschaft St Anna Steyr

Die Bildungsgemeinschaft St. Anna Steyr wird weiterhin von der Vereinigung von Ordensschulen (VOSÖ) betrieben. (c) VOSÖ<

Nach 171 Jahren verlässt der Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul mit Schulende die Stadt Steyr. Nachwuchssorgen und Überalterung seien Grund für diesen Abschied, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch. Die beiden zuletzt noch hier tätigen Schwestern, Sr. Sophia Mathae (71) und Sr. Herlinda Ganser (79), werden nach Elmberg bei Linz bzw. Linz übersiedeln. Das Duo wurde vergangenen Sonntag bei einer Feier in der Kirche St. Anna verabschiedet, u.a. von Generaloberin Sr. Cordula Kreinecker, Bischofsvikar Wilhelm Vieböck, Vizebürgermeister Wilhelm Hauser und Vertretern der Privatschulen. 

Geschichte in Steyr

Die Barmherzigen Schwestern waren von 1849 bis 1968 im städtischen Krankenhaus im "Platzenhof" in St. Anna im Pflegedienst tätig. 1861 gründete der Orden zudem ein Waisenhaus, 1879 eine Volks- und nach dem Ersten Weltkrieg eine Hauptschule. Die Schulen werden seit September 2010 von der "Vereinigung der Ordensschulen Österreichs" getragen. Weiterhin aktiv bleibt der von den Schwestern 1976 gegründete Arbeitskreis "Eine Welt" in der Pfarre St. Anna, von dessen Reinerlös bisher 60 Entwicklungshilfe-Projekte in der ganzen Welt profitiert haben.

Nach dem Abgang sowie dem im August des Vorjahrs vollzogenen Abschied der Jesuiten verbleiben in der Stadt Steyr nun noch die Kreuzschwestern als letzte Ordensgemeinschaft. Sie betreiben seit dem Jahr 1932 die Neue Mittelschule "Rudigier" an der Hochhauserstraße hinter dem AMS Steyr.

Quelle: kathpress

[martin gsellmann]