Bischof Krautwaschl wirbt für Hospiz-Patenschaft

Der Elisabethinen-Orden bittet dringend um Spenden für das VinziDorf-Hospiz und das stationäres Hospiz St. Elisabeth für armutsbetroffene Menschen.

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Auch Bischof Krautwaschl wirbt für eine Patenschaft. (c) Elisabethinen

Der Orden hat am Sonntag, 05. April ein neues Patenschafts-Programm  gestartet: Via Online-Patenkalender können künftige Unterstützer einen Tag auswählen und an diesem die Patenschaft für ein bis vier Hospizbetten übernehmen.

Mithilfe der Patenschaft könne Familien geholfen werden, für die der tägliche Selbstbehalt für ihre bedürftigen Angehörigen sonst nicht leistbar wäre, erklärte der Konvent in Graz, dem aktuell 14 Schwestern angehören, in einer Aussendung. Beide vom Orden betriebenen Hospize - das "VinziDorf-Hospiz" sowie das stationäre Hospiz St. Elisabeth - seien besonders auf Spenden angewiesen, wies der Orden hin.

Paten können u.a. die Kosten für eine 24-Stunden-Betreuung inklusive Medikamente, Lebensmittel, Miete und vieles mehr pro Tag und Hospizbett übernehmen, die Kosten belaufen sich auf rund 99 Euro. Unterstützer können auch einen beliebig kleineren Betrag spenden, mit dem die Ordensfrauen ihren Bewohnern kleine Freuden erfüllen, wie beispielsweise ein Eis im Sommer oder auch eine Fußpflege.

Das "VinziDorf-Hospiz" in Graz feiert am Sonntag zudem sein dreijähriges Bestehen. Seit 2017 gibt die Einrichtung obdachlosen Menschen am Lebensende die Möglichkeit zu medizinisch-pflegerischer Versorgung im gewohnten Umfeld und damit eine letzte Heimat. Das "VinziDorf-Hospiz" ist in einem Gebäude in enger Nachbarschaft zur Obdachloseneinrichtung "VinziDorf" der Pfarre St. Leonhard eingerichtet. Es stehen dort aktuell zwei Hospizbetten zur Verfügung, im Hospiz St. Elisabeth - dem stationären Hospiz im Krankenhaus der Elisabethinen in Graz - ebenfalls zwei.

ONLINE PATE WERDEN

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Noch sind viele Tage sowie Betten frei, die von Paten übernommen werden können.
Mehr Infos auf www.paten.elisabethinen.at/

Obdachlose besonders betroffen

Obdachlose Menschen würden sich naturgemäß schwertun mit dem Appell, zuhause zu bleiben, wiesen die Ordensfrauen hin. Aufgrund der Pandemie und deren Folgen seien Solidarität und praktische Hilfe umso mehr gefragt. Die obdachlosen Menschen im Hospiz treffe die Corona-Pandemie aber besonders hart, sagte Desiree Amschl-Strablegg, Bereichsleiterin für Hospiz und Palliativ bei den Elisabethinen.

Wegen Covid-19 bestehe aktuell ein Besuchsverbot im "Vinzidorf-Hospiz". Die Visiten von Pflegenden und Ärzten fanden unter Einhaltung aller gebotenen Schutzmaßnahmen statt. So müsse die "gewohnte Herzlichkeit aus sicherer Entfernung - versteckt unter einer Maske - stattfinden", bedauerte Amschl-Strablegg.

Die Einrichtung der "VinziWerke" steht Männern wie Frauen mit unheilbaren Krankheiten offen, die keinen Wohnsitz haben oder in einer Grazer Obdachloseneinrichtung gemeldet sind. Die Basisversorgung wird über eine 24-Stunden-Betreuung organisiert, die Fachpflege übernehmen Pflegekräfte der Palliativstation des Elisabethinen-Krankenhauses. Ein dort tätiger Internist ist im Obdachlosen-Hospiz der ärztliche Leiter, weitere Mediziner stehen ehrenamtlich auf Abruf bereit. Spenden werden für den laufenden Betrieb - u.a. für Personal, Essen und medizinische Produkte - benötigt.

Infos: www.vinzidorfhospiz.atwww.vinzi.at

Quelle: Kathpress

[elisabeth mayr]