Flashmob von Ordensfrauen geht viral

Auf Facebook verteilten sich diese Bilder in Windeseile und lenken so auch online das Licht auf eine Unterstützungsaktion der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Alle Schwestern stellten sich gemeinsam mit rund 100 Anwohnerinnen auf die Brücke vor dem Restaurant Cafe "Zur Brücke" um sich gemeinsam mit Kochlöffeln und Töpfen gegen die Schließung dieses sozialökonomischen Beschäftigungsprojekts für Langzeitarbeitslose zu solidarisieren. Sr. Angelika Garstenauer, Generaloberin, macht deutlich : "Wir wollten uns dafür einsetzen, dass die Brücke erhalten bleibt! Uns machen die Kürzungen im Sozialbereich große Sorgen, auch deshalb war es uns ein Anliegen, unsere Solidarität mit einem so konkreten Sozialprojekt zu zeigen!" 

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"Mit Enttäuschung und Trauer müssen wir das endgültige Aus für das sozialökonomische Beschäftigungsprojekt Restaurant-Café ,Zur Brücke' mitteilen", erklärte Hans Übleis vom Verein Sozialzentrum die Presse. Nachdem das AMS die Förderung einstelle und auch vom Land OÖ kein Geld mehr komme, müsse die "Brücke" zusperren. Alle Bemühungen, das Projekt zu retten, seien gescheitert. "Alternative Ideen und Konzepte, die Fortführung der Brücke doch noch zu ermöglichen, haben sich als nicht umsetzungsfähig herausgestellt", so Übleis. 21 Jahre habe man versucht, für Menschen eine Brücke von der Langzeitarbeitslosigkeit in das Erwerbsarbeitsleben zu bieten. Viele Beschäftigte hätten durch das Projekt Stärkung, Qualifizierung und den Wiedereinstieg in geregelte Arbeitsstrukturen erfahren. "Für uns war es ein Erfolgsprojekt. Das Team hat tolle Arbeit geleistet. Ohne Förderung ist das aber nicht mehr möglich." Damit gehen auch 15 Vollzeit-Arbeitsplätze für Projektmitarbeiter und fünf für Fachkräfte verloren. Vöcklabruck verliere außerdem ein beliebtes Wirtshaus und einen attraktiven Treffpunkt, betont Übleis.

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Dass sich viele AnwohnerInnen mit der Schließung nicht einverstanden zeigen, sieht man an einem online organisierten und nun fast wöchentlich stattfindenden Flashmob gegen die Auflösung des Projekts.

Motto ist: "Mit Töpfen und Kochlöffeln gegen das Zusperren des Gasthauses Zur Brücke! - Wir brauchen mehr Brücken,... nicht weniger! Mehr Solidarität und sozial-ökonomische Betriebe. Bring einen Topf mit Kochlöffel mit!"

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Auch die Franziskanerinnen von Vöcklabruck beteiligten sich geschlossen an dem Flashmob und lenkten die Aufmerksamkeit von Passanten und Autofahrern auf das Anliegen. Das Teilen von Bildern und der Geschichte im Social Web via Facebook erzeugt ebenfalls ein Echo.

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Viele Stimmen teilten die Beiträge und kommentierten mitfühlend: "Und das #nennet sich #Partnerstadt Stadt Vöcklabruck mit Krumlov ??? Solidarität ist wieder gefragt !!!", "Eigentlich sollte Vöcklabruck stolz sein, seit über 20 Jahren so einen sozial-ökonom. Betrieb zu habn!! ... und natürlich braucht es in Zukunft diesen und weitere ähnliche Strukturen! Fakt, es gibt den Primärarbeitsmarkt und eben auch den Arbeitsmarkt der weniger Qualifizierten und Schwächeren...", "Bitte laut mir mir für mich !!!!!"

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