Venezulaner Theologe Carlos Luis Suarez Codorniu neuer Generaloberer der Herz-Jesu-Priester

Der Venezulander Suarez übernimmt das Amt vom Deutschen Heiner Wilmer an der Dehonianer-Spitze. Dieser wurde im April zum neuen Bischof von Hildesheim ernannt. Ordenszentrale in Österreich ist die Wiener Pfarre Schmelz in Wien-Ottakring.

Die Ordensgemeinschaft der Dehonianer oder Herz-Jesu-Priester wird künftig von dem venezolanischen Theologen Carlos Luis Suarez Codorniu geleitet. Die Generalversammlung der Gemeinschaft wählte den 52-Jährigen in Rom für zunächst sechs Jahre zum neuen Generaloberen. Suarez löst den Deutschen Heiner Wilmer (57) ab, der nach drei Jahren an der Ordensspitze im April zum Bischof von Hildesheim ernannt wurde. Der aus Schapen im Emsland stammende Wilmer wird am 1. September im Hildesheimer Dom zum Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt. Suarez, geboren am 2. September 1965 in Las Palmas auf den Kanarischen Inseln, legte seine ersten Ordensgelübde 1984 ab und empfing 1990 die Priesterweihe. Nach Studien in Spanien und Venezuela spezialisierte er sich am Päpstlichen Institut für Bibelwissenschaften in Rom in Bibelwissenschaften und promovierte an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Suarez gehört der Ordensprovinz Venezuela an. Er ist Rektor des Theologischen Instituts für Ordensleute (ITER) und Dekan der theologischen Fakultät an der Katholischen Universität Andres Bello (UCAB) in Caracas.

Der Orden

Die 1878 von Leon Gustave Dehon (1843-1925) gegründete Gemeinschaft der Dehonianer zählt in 460 Niederlassungen weltweit etwa 2.170 Mitglieder; davon sind rund 1.580 Priester. Sie unterrichten in Schulen, arbeiten in Krankenhäusern, betreiben Bildungsstätten, sind in der Seelsorge tätig, geben Exerzitien und arbeiten in der Mission.  Ordenszentrale ist in Österreich die Wiener Pfarre Schmelz in Wien-Ottakring, dazu werden von den Herz-Jesu-Priestern auch die Kärntner Pfarren Millstatt, Seeboden, Lieseregg, Treffling und Obermillstatt betreut. Zentren in Deutschland sind das Ausbildungshaus in Freiburg, das Provinzialat in Neutstadt an der Weinstraße, das Ordensgymnasium im emsländischen Handrup und die rheinland-pfälzische Wallfahrtsort Maria Martental bei Leinkaul.

Die Herz-Jesu-Priester

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