"Das Einfache ist das Schöne"

Die Salzburger Nachrichten vom 9. Juli bringen ein Portrait von Sr. Beatrix Mayrhofer in der Reihe "SN-Thema: Menschen hinter den Schlagzeilen". Die Präsidentin der Frauenorden erzählt, dass sie am liebsten gleich nach der Hauptschule in einen Missionsorden eingetreten wäre, nimmt Stellung zum Kopftuchverbot, Klimaschutz, Flüchtlingspolitik und der Zukunft der Ordensgemeinschaften.

Keine Schlangenfreundin

 "Dass sie am liebsten gleich nach der Hauptschule in einen Missionsorden eintreten und in einem fernen Land mit bedürftigen Menschen arbeiten würde, war schon als kleines Mädchen ihr Wunsch. So sehr haben sie die Berichte von Priestern beeindruckt, die auf Heimatbesuch in Oberösterreich aus ihren Pfarren in China, Südamerika oder Afrika erzählt haben. Doch der Herrgott hat ihr einen Strich durch die Rechnug gemacht. Anstatt auf einen anderen Kontinent hat er sie nach Wien geschickt. In einen Schulorden. "Jetzt denk ich mir, meine Güte, die Schlangen im Süden. In einem Land mit wenig Wasser und viel Hitze hätte ich es wohl nicht lange durchgehalten (...)" Beim Wort Schlangen verzieht sie das Gesicht. Diesem Geschöpf Gottes kann sie ausnahmsweise nicht allzu viel Gutes abgewinnen" schreibt Michaela Hessenberger von den Salzburger Nachrichten über das Gespräch mit der Präsidentin der Frauenorden zu ihrer Lebensgeschichte.

 

Kinder, Partnerschaft und ein schlichtes Leben

Auch über Familie und Partnerschaft spricht Sr. Beatrix Mayrhofer mit den Salzburger Nachrichten offen. "Eigene Kinder hat sie nie vermisst, hatte sie doch Tausende um sich. "Einen Partner als Gegenüber, den hätte ich mir aber schon gelegentlich gewünscht", sagt sie mit fester Stimme. Für sie als Ordensfrau war das Thema - oder zumindest dessen Umsetzung- jedoch ohnehin tabu. Im ersten Stock des Hauses [des Schulzentrums der Schulschwestern, dessen Direktorin sie zwölf Jahre lang war] angekommen öffnet die Geistliche ein Fenster und lässt den Blick schweifen. Links der Basketballplatz, dahinter die Schule. Geradeaus der Klostergarten mit Pfingstrosen udn Kräutern. Er ist schlicht. Das entspricht genau dem Stil und der Lebenseinstellung der 70-Jährigen. Dass sie Ordenstracht trägt, bezeichnet sie als Erleichterung. "Ich muss nicht vor dem Kasten sitzen und überlegen, was ich anziehe. Mich schminken oder mir Schmuck kaufen muss ich auch nicht", sagt sie mit einem verschmitzten Lachen. Das Einfache sei das Schöne und Armut habe viel mit Demut zu tun. "Ich muss nicht jeden Tag schlemmen, während andere auf der Welt hungern."


Videostatement Sr. Beatrix Mayrhofer zum Tragen von Schleier (c) mschauer, Medienbüro Ordensgemeinschaften

Wenn Sie den ganzen Artikel lesen wollen, finden Sie ihn auf Seite 11 der Salzburger Nachrichten vom Montag, 9. Juli 2018 oder hier online wenn sie die Salzburger Nachrichten abonniert haben.

[mschauer]