Sr. Silke Mallmann und Sr. Patricia Erber führend im Kampf gegen Menschenhandel

2014 08 20 menschenhandel 120Die in der ORF-Sendung „kreuz & quer“ vom 19. August 2014 porträtierten Ordensfrauen Sr. Silke Mallman und Sr. Patricia Erber sind nur zwei von vielen Ordensleuten, die sich dem Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution verschrieben haben. Dank ihres unermüdlichen Engagements können viele Frauen heute ein menschenwürdiges Leben in Freiheit führen.

Sr. Silke Mallmann, studierte Pädagogin und Psychologin, ist Ordensfrau im Kloster Wernberg. Zwischen 2000 und 2008 war sie in Südafrika unter anderem für die britische Organisation „Hope and Homes for Children“ tätig. Seit 2009 ist sie Leiterin des Projektes „Talitha- Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen und Opfer von Menschenhandel“ beim Kärntner Caritasverband.

Die Salvatorianerin und Psychotherapeutin Sr. Patricia Erber ist Vorsitzende des 2010 gegründeten Vereins „SOLWODI Österreich“. Der Name steht für „Solidarity with women in distress“ – Solidarität mit Frauen, die die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution geworden sind.

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Viele Ordensfrauen kämpfen gegen Menschenhandel

Die beiden sind nur zwei von vielen Ordensfrauen, die in Vereinen, Beratungsstellen und Projekten gegen diese moderne Form des Sklavenhandels kämpfen. Allein in Wien gibt es geschätzt rund 7.000 Prostituierte; die überwiegende Mehrzahl davon stammt aus dem Ausland und geht diesem Gewerbe nicht freiwillig nach. Diesen verzweifelten Mädchen versuchen die couragierten Ordensfrauen mit unermüdlichem Einsatz und mit in jahrelanger Arbeit erworbenen Fachkenntnissen eine Basis zu schaffen, die ihnen ermöglich, aus dem Teufelskreis Zwangsprostitution auszubrechen.

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Hilfe bei der Wiedereingliederung in ein normales Leben

„SOLWODI Österreich“, das von sechs Frauenorden getragen und von der Vereinigung der österreichischen Frauenorden finanziert wird, als auch die Beratungsstelle „Talitha“ der Caritas Kärnten bieten Unterstützung und Hilfe an. In Akutfällen können Opfer kurzfristig in Schutzwohnungen untertauchen, werden medizinisch betreut und mit Lebensmitteln, Bekleidung und Hygieneartikeln versorgt. Langfristig erhalten die Frauen auch psychotherapeutische Betreuung, Sozial- und Rechtsberatung und umfassende Hilfe bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Der Weg zurück in ein normales Leben gelingt nicht allen, aber sehr vielen Mädchen. „Es ist unsere Pflicht als Ordensgemeinschaften, hin- statt wegzuschauen“, bringt es Sr. Patricia Erber auf den Punkt. Und Sr. Silke Mallmann ergänzt: „Ich glaube, wir sind dazu da, um eine bessere Welt zu schaffen.“

Weiterführende Links:
SOLWODI Österreich
Projekt „Talitha“
Plattform „Ware Mensch“

Die ORF-Sendung „kreuz & quer“ zum Thema „Ware Frau - Zur Prostitution gezwungen“ vom 19. August 2014.

Ansprechpartner: Ferdinand Kaineder 0699 / 1503 2847

Quelle Fotos: Katholische kirche Kärnten, Diözese Linz, ORF „kreuz & quer“ vom 19. August 2014

[rs]