ÖOK-Vorsitzende blicken freudig auf Bischofsweihe von Josef Grünwidl

Sr. Franziska Madl und Propst Anton Höslinger betonen in einem Statement ihre Freude und Dankbarkeit über die Weihe von Erzbischof Josef Grünwidl. (c) ÖOK/Fotograf: W. Hanzmann
Mit großer Freude und Dankbarkeit begleiten wir die Weihe von Erzbischof Josef Grünwidl. Seine Ernennung und Weihe ist ein wichtiges Signal für die Erzdiözese Wien und die Kirche in Österreich. Im Namen aller Ordensleute in Österreich gratulieren wir ihm von Herzen und danken ihm, dass er diese schwierige Herausforderung auch angenommen hat. Wir kennen ihn als einen den Menschen zugewandten, reflektierten und spirituellen Seelsorger, der aus einer geistlichen Mitte heraus handelt, nahe an den Menschen ist und mit viel pastoraler Erfahrung auftritt. Diese Eigenschaften werden ihm helfen, die Kirche durch die herausfordernden Jahre des Umbruchs zu führen, in denen wir längst stehen. Für diese Aufgabe wünschen wir ihm Kraft, Zuversicht, Gottes Segen – und Menschen, die ihn tragen, beraten und unterstützen. Erzbischof Josef Grünwidl wird die Kirche Österreichs in den nächsten Jahren sicher prägen und in eine gute Zukunft führen.
Für uns Ordensgemeinschaften ist die Weihe auch ein Moment der Zusage: Wir verstehen uns als verlässliche Partner der Erzdiözese. Schon die Zusammenarbeit in seiner Zeit als Bischofsvikar war geprägt von gegenseitigem Respekt und einem gemeinsamen Blick nach vorne. Viele Ordensmänner und Ordensfrauen arbeiten seit Jahrzehnten in der Pfarrseelsorge und kategorialen Seelsorge der Diözese – ein Feld, das Erzbischof Grünwidl besonders vertraut ist. Mit seiner Menschenliebe und Freude will er Kirche leben, Kirche bauen – ein guter Ansatz, um eine so große Diözese zu leiten.
In den kommenden Jahren sehen wir breite gemeinsame Aufgaben. Zentrum unseres gemeinsamen Handelns bleibt die Begleitung von Menschen in allen Lebenslagen. Diese Aufgabe stellt sich heute inmitten eines tiefgreifenden Informationsumbruchs: In Zeiten von künstlicher Intelligenz, sozialen Medien und Fake News gilt es, Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit neu zu gewinnen. Hinzu kommen weitere gemeinsame Aufgaben wie Pflege und Altersversorgung, Ausbildung, die Sorge um jüngere Mitglieder sowie Opferschutz. Wir sind überzeugt: All diese Herausforderungen können nur gemeinsam bewältigt werden. Denn: Was einen Bischof und eine Diözese beschäftigt, beschäftigt auch die Orden.
Wir freuen uns auf diesen gemeinsamen Weg!
Priorin Sr. Franziska Madl & Propst Anton Höslinger
Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz
Orden in der Erzdiözese Wien
In Wien wirken 91 Ordensgemeinschaften mit rund 1.200 Ordensleuten. 199 Pfarren der Erzdiözese Wien werden von Ordenspriestern geleitet, das entspricht einem Drittel aller Pfarren. Es gibt 36 Ordensschulstandorte mit rund 18.000 Schüler:innen, sieben Ordensspitäler und 13 Alten- und Pflegeeinrichtungen von Ordensgemeinschaften.