Stift Kremsmünster: Trauer um Sternwartendirektor P. Amand Kraml

Der langjährige Sternwartendirektor im Stift Kremsmünster, P. Amand Kraml, verstarb im 74. Lebensjahr. (c) Kirchenzeitung Linz, Josef Wallner
P. Amand Kraml, Träger des Ehrentitels „Konsulent der Wissenschaft“ des Landes Oberösterreich, habe klösterliches Leben, Seelsorge und naturwissenschaftliche Forschung miteinander verbunden, würdigte das Stift den Verstorbenen in einer Aussendung. Die Totenwache findet am 23. Jänner 2026, der Begräbnisgottesdienst am darauffolgenden Tag in der Stiftskirche Kremsmünster statt.
Der am 2. Oktober 1952 geborene Gerhard Kraml trat 1971 in das Stift Kremsmünster ein und erhielt den Ordensnamen Amand. Nach theologischen Studien in Salzburg und Rom legte er 1976 die Ewige Profess ab und wurde 1977 in Kremsmünster zum Priester geweiht. Seinen seelsorglichen Dienst begann er als Kaplan in Weißkirchen, ehe er ein Biologiestudium an der Universität Wien startete.
Seit 30 Jahren Sternwartendirektor
Ab 1987 wirkte Kraml als Kustos der naturwissenschaftlichen Sammlungen der Sternwarte, von 1995 bis zu seinem Tod als deren Direktor. Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem die tägliche Wetterbeobachtung, die Betreuung der Sammlungen und Archive, die Pflege wissenschaftlicher Geräte sowie die Vermittlung der Bestände an Besucher. 2002 schloss er sein Doktorat über die Flora von Kremsmünster und Umgebung ab. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war P. Amand Kraml viele Jahre pastoral in den Pfarren Steinerkirchen an der Traun und Fischlham engagiert.
Quellen: kathpress, Stift Kremsmünster