Steyler Missionsschwestern gründen europäische Provinz

Sr. Anna-Maria Kofler ist die erste Provinzleiterin der neuen „Europäischen Heilig-Geist-Provinz“ der Steyler Missionsschwestern. (c) Schwäbische Zeitung
Die neue Provinz wird am 15. Jänner 2026, am Gedenktag des Ordensgründers Arnold Janssen, in Stockerau offiziell eröffnet; erwartet werden dazu Schwestern aus ganz Europa sowie die Kongregationsleiterin Sr. Miriam Altenhofen aus Rom.
Zur ersten Provinzleiterin der neuen „Europäischen Heilig-Geist-Provinz“ wurde Sr. Anna-Maria Kofler gewählt. Sie leitete bereits von 2012 bis 2022 die deutsche Provinz der Steyler Missionsschwestern und war zuletzt Vorsteherin der Kommunität in Laupheim. Dem neuen Provinzleitungsteam gehören zudem fünf Provinzrätinnen – eine aus jeder bisherigen Provinz und Region – an. Für Österreich ist das die bisherige Provinzoberin Sr. Hemma Jaschke. Die weiteren vier Provinzrätinnen sind Sr. Debra Sithobekile Ncube (Spanien/Portugal), Sr. Ewa Pliszczak (England/Irland), Sr. Lili Purwanti (Niederlande) und Sr. Christine Müller (Deutschland).
Durch das Evangelium verbunden
In einer Aussendung vom 13. Jänner 2026 bezeichnete der Orden den Zusammenschluss als „gemeinsame Antwort auf Gottes Ruf, Seine Mission in Europa weiterzuführen“. Trotz unterschiedlicher Kulturen und Lebensweisen seien die Schwestern durch das Evangelium verbunden: „Überall sind wir zu Hause.“ Und weiter: „Wir alle leben und wirken aus den Lebensimpulsen des Evangeliums als Ordensgemeinschaft in der Vision eines vereinten, geschwisterlichen und offenen Europas.“
Sitz des Provinzialats der neuen europäischen Provinz der Steyler Missionschwestern ist das Kloster St. Koloman in Stockerau. (c) SSpS
Der neue Provinzname bringe zum Ausdruck, „wozu wir als Dienerinnen des Heiligen Geistes berufen sind: Inmitten der vielen Kulturen und Sprachen Europas lädt dieser Namen zum Hören auf Gottes Geist und damit zur Offenheit und Hoffnung ein“, erklärten die Steyler Missionsschwestern. Der gemeinsame künftige Weg solle nicht von Angst, sondern von Vertrauen, Kreativität und einem lebendigen Geist getragen sein.
Europäisches Miteinander wuchs seit 1967
Der Weg zur gemeinsamen Europäischen Provinz reicht bis in die 1960er-Jahre zurück. Seit 1967 arbeiteten die damals drei deutschen Provinzen mit jenen in Österreich und den Niederlanden zusammen, ab 1989 kam es zu einem intensiven Austausch und zur Gründung neuer Gemeinschaften in Osteuropa. Seither wurden unter anderem in Rumänien, Russland, der Ukraine, Ungarn und Berlin neue Niederlassungen aufgebaut.
Quelle: kathpress