Indien-Missionarin Sr. Johanna Brandstätter mit 103 Jahren verstorben

Sr. Johanna Brandstätter, die seit 70 Jahren in Indien wirkte, starb am 30. Dezember 2025 im 104. Lebensjahr. (c) Brandstätter
Sr. Johanna Brandstätter stammt aus dem oberösterreichischen Grünburg und wirkte seit 1955 als Missionarin in Indien. Dort gründete sie vom Kindergarten bis zum College eine Reihe von Bildungseinrichtungen sowie ein Krankenhaus und mehrere Konvente der Kreuzschwestern.
Weithin bekannt wurde sie mit ihren einjährigen Hauswirtschaftsschulen für Mädchen der unterprivilegierten Ureinwohner (Adivasi). „Keine Hochzeit ohne Bildung der Mädchen“ lautete ihr Slogan, aus dem sich die „Grihini-Schulbewegung“ entwickelte, die sich weit über den unmittelbaren Einflussbereich von Sr. Johanna Brandstätter ausbreitete.
Besaß indische Staatsbürgerschaft
Viel Arbeitskraft investierte sie auch in die Berufungspastoral und leistete damit einen großen Beitrag dazu, dass heute in Indien mehr als 1.000 einheimische Kreuzschwestern wirken. Sr. Johanna Brandstätter war außerdem die einzige der 98 europäischen Kreuzschwestern, die seit 1894 in Indien waren, die auch die indische Staatsbürgerschaft besaß.
Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie im Ausbildungs- und Exerzitienhaus der Kreuzschwestern in Bangalore, wo sie am 2. Jänner 2026 begraben wurde.
Quellen: Missionsstelle Diözese Linz, Kirchenzeitung Diözese Linz