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Malteserorden knüpft Kontakte zum Islam

Der katholische Malteserorden sucht das Gespräch mit dem Islam. Auslöser ist die Sorge wegen der humanitären Lage in umkämpften Regionen Syriens.

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(c) Malteser Orden

"Wir sind dabei, mit Vertretern anderer Religionen über die Geltung humanitärer Prinzipien in den jeweiligen Religionen ins Gespräch zu kommen", sagte der Großkanzler des Ordens, Albrecht Freiherr von Boeselager, in einem Interview der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Dabei wolle man sich zunächst auf den Islam konzentrieren.

Auf die Frage, ob es schon erste Ergebnisse gebe, antwortete von Boeselager, dafür sei es noch zu früh. "Aber es haben bereits Treffen mit hochrangigen Vertretern stattgefunden." Der deutsche Adelige wurde Anfang des Monats für weitere fünf Jahre zum Großkanzler der Malteser gewählt. Er fungiert damit als "Außenminister" des Ordens, der als Völkerrechtssubjekt diplomatische Beziehungen zu anderen Staaten pflegen kann und weltweit in der humanitären Hilfe tätig ist.

Besorgt äußerte sich Boeselager in dem Interview mit Blick auf die umkämpften Regionen in Syrien. Eine Lösung zeichne sich nicht ab, sagte der Großkanzler. Im Gegenteil spitze sich die Lage im Nordwesten des Landes gerade wieder zu. In der Provinz Idlib hätten Helfer größte Schwierigkeiten, die Menschen in Not zu erreichen. Politischen Mittlertätigkeiten der Malteser räumte von Boeselager kaum Chancen ein. "Da sind sehr viel Mächtigere als wir vollkommen machtlos.

Ein weiterer Schwerpunkt des weltweit in der Entwicklungs- und Katastrophenhilfe sowie im Gesundheitssektor tätigen Ordens ist nach den Worten des Großkanzlers der Kontinent Afrika. "Während in vielen Teilen der Welt die Armut zurückgeht, ist das in Afrika - von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht der Fall", so von Boeselager.

[rsonnleitner]

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