Von der Begierde, Neues zu lernen und auszuprobieren: Kirchenpädagogische Jahrestagung 2017

kirchenpaed 120Neugierde geweckt zu haben ist der schönste Erfolg einer Tagung. Und das gelang den TeilnehmerInnen der ersten österreichischen Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Kirchenpädagogik am 11./12. Mai 2017. Neue schöpferische Wege mit Kirchenräumen auszuprobieren wurden gemeinsam gefunden und in einem spannenden Video in der Kapelle des Kardinal König Hauses dokumentiert. 

Angetreten, um neugierig zu machen, waren die Leiterinnen der Tagung, Sr. Ruth Pucher und Helga Penz.

Die Tagung begann am Donnerstag, den 11. Mai, im Kardinal König Haus in Wien. Am Nachmittag diskutierte man über Grundlagen, Ziele und Methoden der Kirchenpädagogik als einer neuen Form von Kirchenführungen, als  „Wege, um zum Heiligen hinzuführen“.

Am Abend probierte man gemeinsam etwas Neues aus: Die Leiterinnen baten Magdalena Schauer, Mitarbeiterin im Medienbüro der Ordensgemeinschaften Österreich, die Gruppe mit der Kamera zu begleiten,als sie in der Kapelle des Kardinal König Hauses Kirchenpädagogik erprobten. Auch P. Marte, Direktor des Hauses, war dabei. Aus ihren Aufnahmen erstellte Frau Schauer folgendes Video:

 

 

Am Freitag, den 12. Mai, war die Gruppe neugierig auf die Schulkapelle der Albertus-Magnus-Schule im 18. Wiener Gemeindebezirk. Die Teilnehmer kamen ins Gespräch mit dem Schulseelsorger vom Orden der Marianisten, die die Schule seit 1937 geführt haben, und mit den Vorsitzenden der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs, die seit 2005 Schulerhalter sind. Spannend war der Austausch von jenen, die den Kapellenraum zum ersten Mal erkundeten, und jenen, die hier schon oft Liturgie gefeiert hatten und doch gemeinsam mit den TeilnehmerInnen ganz neue Aspekte des ihnen so vertrauten Sakralraums entdeckten.

Am Nachmittag besuchte man die Spitalskapelle des Krankenhauses Hietzing , ein sehr schöner Otto-Wagner-Bau mit historistischer und an den Jugendstil orientierter Ausstattung. Auch hier gab es eine Begegnung mit dem Team der Krankenhausseelsorge unter der Leitung des Kamillianerordens. Die Kapelle war ursprünglich die Klosterkapelle der Hartmannschwestern gewesen, die im damals so genannten „Kaiser-Jubiläumsspital“ die Krankenpflege übernommen hatten. In einem spielerischen Ansatz mit Masken setzte sich die Gruppe mit dem komplexen und orginellen ikonographischen Programm der Kapelle auseinander.

Die Tagung war sehr reich an Inhalten, aber auch an Begegnungen. Man kam nicht nur den Kirchenräumen näher, sondern auch einander - und das ist letztlich das schönste Ergebnis, das Kirchenpädagogik erzielen kann.

[msc]

 

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