Eine ausgezeichnete Freundschaft zwischen Stift Admont und der Goethe-Universität Frankfurt

2014 11 13 goethe univ frank 120Seit nunmehr 16 Jahren ist es Tradition: Pharmaziestudierenden der Goethe-Universität Frankfurt am Main fahren im 4. Semesters zur Vorbereitung auf ihr erstes Staatsexamen zu den Sommer- und Winterschulen nach Aigen im Ennstal. Ein Fixpunkt dabei ist der Besuch des Benediktinerstifts Admont mit seiner imposanten Klosterbibliothek. Jetzt wurde diese langjährige „akademische Freundschaft“ in Person des Subpriors des Stifts, Pater Winfried Schwab, ausgezeichnet.

Die Klosterbibliothek des Stifts Admont verfügt über eine ganze Reihe von alten Schriften zum Thema Klostermedizin. Die sind gerade für Studierende aus dem Bereich Pharmazie besonders interessant. Seit 16 Jahren kommen deshalb Studentinnen und Studenten der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Rahmen der sog. Sommer- und Winterschulen ins Stift Admont, um einen Blick quer durch die Jahrhunderte der medizinischen Fachliteratur zu machen – in der ganzen Zeit fachkündig geführt von Pater Winfried Schwab.

Der Verein Alumni und Freunde der Pharmazeutischen Institute der Goethe-Universität Frankfurt am Main ehrten jetzt P. Schwab dafür mit der Carl-Mannich-Medaille, einer Auszeichnung, die der Verein der Alumni zuvor erst zweimal vergeben hatte. „Außenstehende mag dies verwundern“, sagte der Vizepräsident der Goethe Universität, Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, in seiner Begrüßungsansprache. Aber der Besuch des Stifts Admont habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Frankfurter Pharmazieschule über nunmehr 16 Jahre zum Kloster und zur österreichischen Steiermark einen besonderen Bezug aufgebaut hat.

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Die Laudatio auf Pater Winfried Schwab hielt der Dekan des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie, Prof. Dr. Michael Karas. Die Studierenden hatten ihn gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen, und das war kein Zufall. Prof. Karas, hatte sehr bald, nachdem auch er an den Sommer- und Winterschulen teilnahm, die Bildungsfahrt zum Stift Admont zu „seiner Sache“ gemacht. In seiner Rede hob Prof. Karas hervor, wie fasziniert er immer wieder den zwanglosen Umgang Pater Winfrieds mit den Studierenden beobachtete, wie erstaunt und begeistert die Studierenden reagierten, wenn ihnen unverhofft eine alte Schrift zur Klostermedizin zum eigenen „Durchblättern“ in die Hand gedrückt wurde und wie kundig Pater Winfried nicht nur das klösterliche Kunsterbe erklärte, sondern gleichzeitig eine beachtliche Sammlung zeitgenössischer Kunst über die Jahre mit zusammenstellte.

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Ausgezeichnet wurde auch der zwanglose Umgang Pater Winfrieds mit Studierenden aller Konfessionen oder auch mit solchen, für die der Glaube derzeit nicht die 1. Priorität in ihrem Leben einnimmt. Regelmäßig verabschiedet er die Studierenden mit dem Versprechen, sie mit „seinen Mitteln“ zu unterstützen und für ein gutes Gelingen der anstehenden Prüfung zu beten.

Quelle Foto: Goethe-Universität Frankfurt am Main

[rs]