06. November 2026

Missio zeichnete drei Ordensleute mit „Emil“ aus

Die Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke (Missio Österreich) zeichnete am 5. November 2026 vier Persönlichkeiten aus dem kirchlichen und sozialen Engagement mit den Austria.On.Mission-Awards aus. Unter den Preisträger:innen sind 2026 auch drei Ordensleute: P. Alois „Lois“ Ortner, P. George Elsbett und Sr. Annie Chiluba. Sie erhielten im Rahmen einer Gala im Ariana-Eventcenter in der Wiener Seestadt die Auszeichnung in Form des Bronzeesels „Emil“.

Der Wiener Weihbischof Franz Scharl (r.) und die Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler (2.v.l.) gratulierten den Preisträger:innen: Klemens Höfer (l.), P. Alois Ortner, Sr. Annie Chiluba sowie Elisabeth und Alfred Berghammer (3. bis 6.v.l.).

Der Wiener Weihbischof Franz Scharl (r.) und die Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler (2.v.l.) gratulierten den Preisträger:innen: Klemens Höfer (l.), P. Alois Ortner, Sr. Annie Chiluba sowie Elisabeth und Alfred Berghammer (3. bis 6.v.l.). (c) Missio Österreich/Simon Kupferschmied

 

Mit dem „Emil“ wurden die Preisträger:innen für ihren langjährigen Einsatz für die Weltmission, die Glaubensvermittlung und die Unterstützung benachteiligter Menschen gewürdigt. Verliehen wurde die Auszeichnung in vier Kategorien.

 

Missionary from Austria: P. Alois Ortner SVD

In der Kategorie „Missionary from Austria“ ging die Auszeichnung an den oberösterreichischen Steyler Missionar P. Alois „Lois“ Ortner. Der 70-Jährige wirkt seit fast vier Jahrzehnten auf den Philippinen. Dort engagiert er sich unter anderem für den Bau von Schulen, Kapellen und Infrastrukturprojekten. Auf der Insel Sibuyan errichtete er eine Schule, die mittlerweile rund 650 Jugendlichen Bildung ermöglicht. Um entlegene Dörfer zu verbinden und Schüler:innen einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, initiierte er Hängebrücken und sogar einen Tunnel. Derzeit ist der Steyler Missionar auf der Insel Palawan tätig.

 

Der Steyler Missionar P. Alois Ortner wurde als „Missionary from Austria“ ausgezeichnte. Auf dem Bild (v.l.): Katharina Hacker, P. Alois Ortner und Laudator Christoph Lehermayr.

Der Steyler Missionar P. Alois Ortner wurde als „Missionary from Austria“ ausgezeichnte. Auf dem Bild (v.l.): Katharina Hacker, P. Alois Ortner und Laudator Christoph Lehermayr. (c) Missio Österreich/Simon Kupferschmied

 

Missionary in Austria: P. George Elsbett LC

Als „Missionary in Austria“ wurden P. George Elsbett aus der Kongregation der Legionäre Christi und das von ihm mitaufgebaute Zentrum Johannes Paul II. in Wien geehrt. Der gebürtige Londoner ist seit mehr als 20 Jahren in Österreich tätig und hat mit dem Zentrum Johannes Paul II. eine Glaubensgemeinschaft mit rund 600 Menschen aufgebaut. Seit 2025 befindet sich das Zentrum in einem ehemaligen Hotel in der Wiener Praterstraße. Kapelle, Café, Veranstaltungsräume und Begegnungsorte sollen dort Glauben und Alltag miteinander verbinden. Damit möchte er Menschen für Christus begeistern und sie dazu ermutigen, ihren Glauben selbst weiterzugeben. Da P. George Elsbett zur Zeit der Preisverleihung selbst auf Missionseinsatz im Ausland war, übernahm den Preis stellvertretend Klemens Höfer, Geschäftsführer des Zentrums Johannes Paul II.

 

P. George Elsbett wurde als „Missionary in Austria“ ausgezeichnet. Stellvertretend für ihn nahm Klemens Höfer den Preis entgegen. Auf dem Bild (v.l.): Katharina Hacker, Klemens Höfer und Laudator Marcel Urban.

P. George Elsbett wurde als „Missionary in Austria“ ausgezeichnet. Stellvertretend für ihn nahm Klemens Höfer den Preis entgegen. Auf dem Bild (v.l.): Katharina Hacker, Klemens Höfer und Laudator Marcel Urban. (c) Missio Österreich/Simon Kupferschmied

 

Hero of Charity: Sr. Annie Chiluba

In der Kategorie „Hero of Charity“ wurde Sr. Annie Chiluba von den Franciscan Missionary Sisters of Assisi ausgezeichnet. Die ausgebildete Krankenschwester setzt sich in Sambia seit knapp 30 Jahren für kranke, arme und benachteiligte Menschen ein. Seit 2016 leitet sie die Verwaltung des St. Theresa Mission Hospital in Mpongwe, das die medizinische Versorgung einer ländlichen Region sicherstellt. Darüber hinaus engagiert sie sich als Schutzengelschwestern von Missio Österreich für Kinder, ältere Menschen und die Stärkung von Frauen.

 

Sr. Annie Chiluba wurde als „Hero of Charity“ ausgezeichnet. Auf dem Bild (v.l.): Michael Lastric, Sr. Annie Chiluba und Laudatorin Lucia Bayer.

Sr. Annie Chiluba wurde als „Hero of Charity“ ausgezeichnet. Auf dem Bild (v.l.): Michael Lastric, Sr. Annie Chiluba und Laudatorin Lucia Bayer. (c) Missio Österreich/Simon Kupferschmied

 

Star of Mission: Alfred und Elisabeth Berghammer

Den „Star of Mission“-Award erhielten Alfred und Elisabeth Berghammer aus Salzburg. Das Ehepaar engagiert sich seit Jahrzehnten in der Pfarre St. Martin und unterstützt die Weltkirche. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung junger Priester in Afrika. Dazu fördern die beiden seit vielen Jahren über Missio Priesterpatenschaften und konkrete Ausbildungsprojekte.

 

Der Livestream der Gala zum Nachschauen.

 

Die Austria.On.Mission-Awards

Die Austria.On.Mission-Awards werden von Missio in Österreich jährlich an Einzelpersonen oder Gruppen vergeben, die sich in besonderer Weise für die Weltmission einsetzen oder missionarisch tätig sind. Die Päpstlichen Missionswerke sind seit 1922 in rund 150 Ländern tätig und unterstützen dabei insbesondere die wachsende Weltkirche und kirchliche Projekte in ärmeren Ländern.

 

Die Preisträger:innen wurden mit dem vom Heiligenkreuzer Künstlermönch P. Raphael Statt getalteten Bronzeesel „Emil“ ausgezeichnet.

Die Preisträger:innen wurden mit dem vom Heiligenkreuzer Künstlermönch P. Raphael Statt getalteten Bronzeesel „Emil“ ausgezeichnet. (c) Missio Österreich/Simon Kupferschmied 

 

Ausgezeichnet werden die Preisträger:innen dabei mit dem Bronzeesel „Emil“, der von P. Raphael Statt, Künstler und Zisterzienser des Stiftes Heiligenkreuz gestaltet wurde. Die Symbolik dahinter: In vielen Regionen des Globalen Südens ist der Esel ein oft unbeachtetes Lasttier, das schwerste Arbeit verrichtet. Gleichzeitig besitzt der Esel in der biblischen Tradition eine besondere Würde, da er als einziges Tier Jesus Christus bei seinem Einzug in Jerusalem tragen durfte.

 

Quellen: Missio Österreich; kathpress