Franziskanerinnen Vöcklabruck: Quartier 16 blickt auf fünf Jahre zurück

Freuen sich über fünf Jahre Quartier 16: Generaloberin Sr. Angelika Garstenauer und Hausleiterin Sr. Ida Vorel (v.l.). (c) Franziskanerinnen
Die Zahlen des vergangenen Jahres sprechen dabei laut Sr. Angelika Garstenauer, Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck und Obfrau des Vereins Quartier 16, eine klare Sprache: „Im vergangenen Jahr zeigte sich deutlich, dass immer mehr ältere Frauen ohne tragfähiges Netz dastehen. Noch nie war der Anteil an Frauen über 60, die bei uns Unterkunft fanden, so hoch! Im Quartier 16 geben wir ihnen Raum, um wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen.“
Hohe Auslastung
Mit einer Auslastung von mehr als 97 Prozent im fünften Jahr seines Bestehens ist das Angebot des Quartier 16 nach wie vor gefragt. Fast drei Viertel der Frauen, die im vergangenen Jahr vorübergehend im Quartier 16 untergekommen sind, sind Österreicherinnen. Die Frauen kommen über Frauenhäuser, die Notschlafstelle Mosaik oder andere soziale Initiativen, fast ein Drittel hat sich im vergangenen Jahr direkt an das Quartier 16 gewandt. „Insgesamt hatten wir heuer 96 Anfragen, knapp die Hälfte mussten wir wegen voller Auslastung ablehnen“, erklärt Sr. Ida Vorel, Leiterin des Quartiers 16. Auch auf Frauen mit Suchterkrankungen oder psychiatrischen Erkrankungen in der Akutphase ist das Quartier 16 nicht ausgerichtet.
Seit zweieinhalb Jahren betreibt das Quartier 16 außerdem ein Sachspenden-Depot. Es hilft unter anderem dabei, Frauen mit dem Nötigsten für den Einzug in eine neue Wohnung auszustatten. Davon profitieren nicht nur Klientinnen des Quartier 16, sondern auch anderer Einrichtungen wie Frauenhaus, Mosaik, Mobilis und Caritas. „Sehr gefragt sind auch Baby-Grundausstattungen, Kleiderspenden, Hygieneartikel und Lebensmittelpakete“, informiert Sr. Ida Vorel.
Quelle: Franziskanerinnen von Vöcklabruck