Provinzialminister der Franziskaner trafen sich in Salzburg

Von 26. bis 29. Oktober 2026 kamen die Provinzialminister der mitteleuropäischen Franziskanerprovinzen in Salzburg zur Hauptversammlung der transalpinen Ordenskonferenz (COTAF) zusammen. (c) OFM Austria/Martin Barmettler ofm
Seit September 2023 führt der Provinzial der Provinz zum heiligen Leopold in Österreich und Südtirol, P. Fritz Wenigwieser, den Vorsitz in der COTAF (Conferentia Transalpina Franciscana). Nun wurde er wiedergewählt. Zu seinem Stellvertreter wählten die Ordensmänner P. Frédéric-Marie Le Méhauté aus der Provinz des seligen Johannes Duns Scotus in Frankreich und Belgien.

P. Fritz Wenigwieser (r.) wurde als Präsident der COTAF wiedergewählt. Sein Stellvertreter ist nun P. Frédéric-Marie Le Méhauté (l.). (c) OFM Austria/Martin Barmettler ofm
Außerdem tauschten sich die Franziskaner-Provinzialminister gemeinsam mit Generaldefinitor P. Albert Schmucki über die Situation in ihren Provinzen aus. Ein Schwerpunkt der Beratungen war außerdem die Vorbereitung auf das anstehende Generalkapitel des Ordens im Mai 2027. Dieses wird vom 5. bis zum 30. Mai in Vietnam stattfinden. Die COTAF-Provinziäle berieten nun über das Arbeitspapier für die Generalversammlung und über Vorschläge der Konferenz zur künftigen Ordensleitung. Die Konferenz wird auch Brüder ohne Priesterweihe und Laien an das Generalkapitel entsenden.

Auf dem Programm des Treffens stand ein Besuch der Ausstellung „LebensKunst“ im Salzburger Domquartier. Br. Florian Mair, einer der Kuratoren, führte die Franziskaner durch die Ausstellung. (c) OFM Austria/Martin Barmettler ofm
Vielseitiges Programm
Weitere Themen waren die Ausbildung junger Franziskaner, das internationale Noviziat in Irland sowie Mission und Evangelisierung. Berichte zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ergänzten den Austausch. Zum Abschluss stellte der aus Bonn angereiste P. Matthias Maier die Arbeit des Hilfswerks „Franziskaner Helfen“ vor. Die Missionszentrale der Franziskaner in Bonn ist eine Einrichtung der COTAF. Auf dem Programm stand außerdem ein Besuch der Ausstellung „LebensKunst“ im Salzburger Domquartier, die das franziskanische Leben im deutschen Sprachraum darstellt.
„Neben anstrengenden Reflexionen beobachten wir auch einen Ansatz von Optimismus: Manche Provinzen freuen sich über zunehmende Berufungen“, fasste P. Fritz Wenigwieser zusammen und stellte fest: „Das wird unsere Ausbildner und die Ausbildungshäuser vor neue Herausforderungen stellen“.

Frédéric-Marie Le Méhauté ofm (Frankreich-Belgien), Piusz Berhidai ofm (Ungarn), Johannes N. Unterberger ofm, Albert Schmucki ofm (Generaldefinitor), Fritz Wenigwieser ofm, Markus Fuhrmann ofm (Deutschland) (stehend, v.l.), Erik Urbán ofm (Siebenbürgen), Christoph-Maria Hörtner ofm (Schweiz) und Theo van Adrichem ofm (Niederlande & Flandern) (hockend, v.l.) trafen sich in Salzburg. (c) OFM Austria/Martin Barmettler ofm
Über die COTAF
Die mitteleuropäische Franziskanerkonferenz COTAF (Conferentia Transalpina Franciscana) umfasst die die Provinzen in Österreich und Südtirol, in Deutschland, Frankreich und Belgien, in den Niederlanden, Ungarn und Rumänien. Seit September 2023 führt Österreichs Provinzialminister, P. Fritz Wenigwieser, den Vorsitz in der Konferenz. Als Sekretär fungiert der in Güssing wirkende P. Johannes Nepomuk Unterberger.
Quelle: Franziskaner