100. Weltmissionssonntag: „Eins in Christus, vereint in der Mission“
Papst Leo XIV. betont in seiner Botschaft zum 100. Weltmissionssonntag, dass die missionarische Verantwortung der Kirche in ihren eigenen Reihen beginnt. (c) SVD
Papst Leo XIV. schreibt: „Erst im Zeugnis einer versöhnten, geschwisterlichen und solidarischen Gemeinschaft entfaltet die Verkündigung des Evangeliums ihre volle kommunikative Kraft.“ Konflikte, Polarisierungen, Missverständnisse und gegenseitiges Misstrauen dagegen schwächen das Zeugnis des Evangeliums. Dies gilt für die Einheit innerhalb der katholischen Kirche ebenso wie für die Ökumene und – so darf man ergänzen – auch für Ordensgemeinschaften. Ebenso braucht es die immer neue persönliche Hinwendung zu Jesus Christus in der Begegnung mit Ihm in Wort und Sakrament.
Die „missionarische Einheit“ darf dabei nicht als Uniformität missverstanden werden. Vielmehr braucht es das Zusammenwirken verschiedener Charismen für dasselbe Ziel: „die Liebe Christi sichtbar zu machen und alle zur Begegnung mit ihm einzuladen“. Papst Leo erinnert daran, dass sich auch heute Missionare und Missionarinnen in andere Länder auf den Weg machen, um dort für das Evangelium zu leben. Dies geschieht schon lange nicht mehr nur von Europa oder Nordamerika aus in die Länder des globalen Südens. Die Richtung der Mission ist vielfältig geworden, zwischen den Ländern der südlichen Kontinente und von dort in die Länder des globalen Nordens. Letztendlich geht es in allen Ländern, auch in Österreich, darum, gemeinsam für das Evangelium einzustehen: „Eins in Christus, vereint in der Mission“.
Autorin: Sr. Anneliese Herzig