14. Oktober 2026

Besuch aus Ungarn

Am 5. und 6. Oktober 2026 kamen Vertreter:innen der beiden ungarischen Ordenskonferenzen zu Besuch. Es sind derzeit noch zwei Konferenzen: für Männer und für Frauen. Aber was sich die Ungarn schon vor einigen Jahren „abgeschaut“ haben (nach eigener Angabe): Es ist auf jeden Fall gut, ein gemeinsames Büro zu haben, eine gemeinsame Website zu führen, die Finanzen gemeinsam zu verwalten.

Am 5. und 6. Oktober 2026 waren Vertreter:innen der ungarischen Ordenskonferenzen bei der Österreichischen Ordenskonferenz zu Besuch.

Am 5. und 6. Oktober 2026 waren Vertreter:innen der ungarischen Ordenskonferenzen bei der Österreichischen Ordenskonferenz zu Besuch. (c) ÖOK/rm

 

Es ging bei diesem sehr angeregten Austausch um Zahlen, Daten, Fakten, um unsere Fachbereiche in der Ordenskonferenz, um Immobilien und die Weiternutzung von Kirchen und Klöstern, aber auch um die Führung von Schulen, um Jung und Alt in den Ordensgemeinschaften, um die Finanzierung von Orden und Ordenskonferenz, um die Zusammenarbeit untereinander, mit den Bischöfen, mit der Politik, um gesellschaftliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Kirche und Orden usw.

 

Da einerseits eigens eine Übersetzerin mitgebracht worden war, aber da auch einige der Teilnehmenden ausgezeichnet Deutsch sprechen, gab es einen sehr lebendigen Austausch.

 

Die Ordenswelt in Ungarn

Ein paar Informationen zur Ordenswelt in Ungarn: Es gibt 1.100 Ordensleute, davon 600 Ordensfrauen und 500 Ordensmänner. Das ist einer der Unterschiede zur österreichischen Ordenslandschaft: Der Unterschied (die zahlenmäßig Kluft) zwischen Frauen und Männer ist deutlich geringer. Ein anderer Unterschied ist, dass die Ordensleute im Durchschnitt deutlich jünger sind.

 

Die ungarische Kirche insgesamt ist von der früheren Regierung (Orban-Regierung) finanziell sehr unterstützt worden; damit ist auch die Abhängigkeit von der Politik groß. Die ungarischen Orden führen sehr viele Schulen. Es wurden den Orden viele öffentliche Schulen übergeben, die sie jetzt zusätzlich zu ihren eigenen zu führen haben.

 

[sr. christine rod]