09. Oktober 2026

Burgenland: Obere und Oberinnen trafen sich zum „Ordensrat“

Zahlreiche Obere und Oberinnen der im Burgenland wirkenden Ordensgemeinschaften versammelten sich auf Einladung des zuständigen Bischofsvikars P. Lorenz Voith am 6. Oktober 2026 zum diesjährigen „Ordensrat“ der Diözese Eisenstadt. Neben dem Austausch über Pläne und Vorhaben wurden dabei auch zwei religiöse Gemeinschaften näher vorgestellt.

Ordensobere und -oberinnen aus dem Burgenland trafen sich am 6. Oktober 2026 auf Einaldung von Bischofsvikar P. Lorenz Voith zum „Ordensrat“ der Diözese Eisenstadt.

Ordensobere und -oberinnen aus dem Burgenland trafen sich am 6. Oktober 2026 auf Einaldung von Bischofsvikar P. Lorenz Voith zum „Ordensrat“ der Diözese Eisenstadt. (c) Diözese Eisenstadt

 

Der „Ferdinandus-Orden“, der vor kurzem sein 40-Jahr-Jubiläum feierte, ist ein kirchlich anerkannter „Hospiz-Orden“ und vor allem im sozialen und karitativen Bereich tätig. Weltweit zählt die Gemeinschaft 300 Mitglieder, der Sitz der Ordensleitung ist in Siegendorf im Burgenland.

 

Die zweite Gemeinschaft, die im Rahmen des „Ordensrates“ vorgestellt wurde, ist die „Familie des Vaters“. Sie besteht seit zehn Jahren als ein von der Kirche genehmigter Verein, der in Pinkafeld beheimatet ist. Zum inneren Kreis der Gemeinschaft gehören 18 Mitglieder, die jährlich ihre Versprechen der Armut, des Gehorsams und der Ehelosigkeit ablegen. Mit Wallfahrten und Kursen ist die „Familie des Vaters“ auch im Ausland im Einsatz. Zum äußeren Kreis der Gemeinschaft, die auf der Grundlage der Spiritualität der hl. Therese von Lisieux und Međugorje gegründet wurde, zählen 100 weitere Mitglieder und Förderer in mehreren Ländern. Der Verein sieht sich selbst auf dem „Weg zu einem Orden“.

 

„Wohlwollendes und wachsames Auge“

Bischofsvikar P. Lorenz Voith meinte: „Es ist immer wieder bemerkenswert, was neben den klassischen Orden und den Säkularinstituten lebt und sich entwickelt; wir dürfen mit einem wohlwollenden und wachsamen Auge darauf schauen.“ Zugleich seien die Ordensgemeinschaften sehr dankbar für die große Anzahl von Ordensfrauen und -männern aus anderen Ländern, die im Burgenland leben und wirken. „Eine neue indische Schwesterngemeinschaft soll demnächst ins Burgenland kommen. Ein großes Vergelt's Gott für die Solidarität und den weltkirchlichen Input für die Kirche und die Gesellschaft im Land“, betonte P. Lorenz Voith.

 

Thema beim „Ordensrat“ war außerdem, dass die Orden in Burgenland Fortbildungsprogramme im Bereich „Älter-werden“, sowie in der „Präventionsvorsorge“ planen. Eine Vorschau gab es auf den „Tag des Geweihten Lebens“. Er wird 31. Jänner 2027 mit Bischof Ägidius Zsifkovics in Marienkron (Mönchhof) gefeiert, dabei werden auch die Jubilar:innen des Jahres geehrt. Außerdem wurde angekündigt, dass Ordensleute im neuen Arbeitskreis „Berufepastoral“, sowie in der Gesprächseinrichtung „Dom-Insel“ in Eisenstadt mitarbeiten werden.

 

Orden in der Diözese Eisenstadt

Insgesamt leben und wirken in der Diözese Eisenstadt über 120 Mitglieder aus Ordensgemeinschaften und religiösen Gemeinschafen.

 

Quelle: P. Lorenz Voith