08. Oktober 2026

Steyler Missionar fordert mehr Tempo beim Klimaschutz

Der Steyler Missionar P. Franz Helm gehört zu den Unterzeichnern eines Aufrufs von christlichen Kirchen und Religionsgemeinschaften zum Klimastreik am 16. Oktober 2026. Gemeinsam mit Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche in Wien fordert er von Politik und Gesellschaft mehr Tempo beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen der Erderwärmung.

P. Franz Helm SVD

Schöpfungsverantwortung und soziale Gerechtigkeit im Fokus: Gemeinsam mit weiteren Vertretern christlicher Kirchen und Religionsgemeinschaften lädt P. Franz Helm zur Teilnahme am Klimastreik am 16. Oktober 2026 ein. © Steyler Missionare

 

Als Europa-Koordinator der Steyler Missionare setzt Helm damit ein Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung und einen achtsamen Umgang mit der Umwelt. Der gemeinsame Aufruf nimmt darauf Bezug, dass die Folgen des Klimawandels längst auch in Österreich angekommen sind. Extreme Hitze, Dürre und Trockenheit hätten im vergangenen Sommer unter anderem zu Waldbränden, Ernteausfällen und Problemen bei der Trinkwasserversorgung geführt.

 

Entschlossenes Handeln gefordert

Im Zentrum des Aufrufs, der auch von Dr. Markus Beranek, Leiter des Pastoralamts der Erzdiözese Wien, Dr. Matthias Geist, Superintendent der Evangelischen Kirche A.B. Wien, und Weihbischof DI Stephan Turnovszky unterzeichnet wurde, steht die Forderung nach entschlossenerem politischem Handeln. Von den Verantwortlichen in Bund und Ländern verlangen die Religionsvertreter einen verbindlichen, mit Sanktionen verbundenen Maßnahmenplan zum Klimaschutzgesetz, die Abschaffung fossiler Subventionen sowie den Ausbau erneuerbarer Energien und den Ausstieg aus Öl und Gas. Das Ziel, Österreich bis 2040 klimaneutral zu machen, dürfe „nicht bloß ein Lippenbekenntnis sein“.

 

Den notwendigen Wandel verstehen sie als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe: Ein fairer sozial-ökologischer Wandel sollte „nicht als Last, sondern als Chance und als gemeinsames positives Zukunftsprojekt unserer ganzen Gesellschaft betrachtet werden“.

 

Klimastreik

Entschlossenes politisches Handeln gefordert: Der Klimastreik am 16. Oktober 2026 soll bewirken, dass Klimaneutralität kein Lippenbekenntnis bleibt. © Mika Baumeister auf Unsplash

 

Hitzeschutz als Frage der Gerechtigkeit

Besonderes Augenmerk legt der Aufruf auf alte, kranke und einkommensarme Menschen. Wer in dicht verbauten Wohngebieten mit wenig Grün lebt, ist der Hitze häufig stärker ausgesetzt und hat weniger Möglichkeiten, ihr auszuweichen. Die Verfasser fordern deshalb verbindliche Maßnahmen im Rahmen des nationalen Hitzeschutzplans, besseren Kontakt zu besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und mehr Investitionen in sozial gerechten Hitzeschutz. Auch Bodenschutz, Entsiegelung, Begrünung und Renaturierung müssten rascher vorangetrieben werden. Für die Kirchen und Religionsgemeinschaften ist dieses Engagement Ausdruck ihrer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Zugleich gehe es um die Menschenrechte auf Gesundheit und Leben, um soziale Gerechtigkeit und das Gemeinwohl. Mit dem Aufruf zur Teilnahme am Klimastreik wollen die Unterzeichner diesen Anliegen öffentlich Nachdruck verleihen.

 

Quelle: Erzdiözese Wien