Graz: Krankenhaus der Elisabethinen eröffnete Neubau

Die Elisabethinen Graz eröffneten am 2. Oktober 2026 ihren Neu- und Zubau. (c) Elisabethinen Graz/Mussnig
Die Elisabethinen hätten damit „auf die sich verändernden Anforderungen an die Gesundheitsversorgung“ reagiert, insbesondere auf die demografische Entwicklung sowie die zunehmende Bedeutung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen, hieß es in einer Aussendung des Ordensspitals. „Wir schaffen vor allem neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Medizinische, pflegerische und therapeutische Kompetenzen können noch enger ineinandergreifen“, erklärte Geschäftsführer Christian Lagger.

Die Generaloberin der Elisabethinen Graz, Sr. Bonaventura Holzmann, eröffnete das neue Krankenhaus. (c) Elisabethinen Graz/Mussnig
Zusammenarbeit stärken
Gemeinsam bilden Alt- und Neubau nun ein Krankenhaus mit rund 36.000 Quadratmetern Fläche. Mit der Zusammenführung der Fachbereiche Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin an einem Standort wolle man die Zusammenarbeit weiter stärken, teilten die Elisabethinen Graz mit. Weiters gibt es ambulante und tagesklinische Einrichtungen, eine Notaufnahme, ein interprofessionelles Therapiezentrum sowie Diagnose- und Behandlungsbereiche.
Eine besondere Bedeutung kommt der Alterspsychiatrie zu, wofür 75 Betten vorgesehen sind. Da gerade bei älteren Menschen körperliche, neurologische, psychische und soziale Faktoren häufig ineinandergreifen, würde die räumliche Nähe der unterschiedlichen Fachrichtungen eine Versorgung und den interprofessionellen Austausch erleichtern, hieß es.

Die Alterspsychiatrie stärkt die Versorgung älterer Patient:innen und schafft Strukturen für ihre besonderen Bedürfnisse. (c) Robert Illemann
Krankenhausarchitektur in Holz
Nach Angaben des Krankenhauses wurden auch architektonisch neue Wege eingeschlagen. Als erstes mehrstöckiges Krankenhaus in Holzbauweise in Österreich habe man „besondere Akzente in den Bereichen Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und therapeutische Architektur“ setzen wollen. Der Neubau verbinde damit eine jahrhundertelange Tradition der Elisabethinen mit den Anforderungen moderner Medizin und Pflege. Es sei damit eine nachhaltige „elisabethinisch-franziskanische“ Architektur.
Der Umzug wie Neubau erfolgten bei laufendem Betrieb. Über mehrere Jahre mussten Bauabschnitte, Raumrochaden, technische Arbeiten und Übersiedelungen so koordiniert werden, dass die medizinische Versorgung durchgehend aufrechterhalten werden konnte, informierte das Krankenhaus.

Als erstes mehrstöckiges Krankenhaus in Holzbauweise in Österreich setzen die Elisabethinen Graz besondere Akzente in den Bereichen Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und therapeutische Architektur. (c) Robert Illemann
Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz
Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz ist ein öffentliches, gemeinnütziges Ordenskrankenhaus und Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Graz. Es bietet Leistungen in den Bereichen Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Palliativ- und Hospizmedizin sowie Alters- und Schmerzmedizin.
Quelle: kathpress