Jugendseelsorger P. Delfor Nerenberg: Zuhören statt fertige Antworten

Der Steyler Missionar P. Delfor Nerenberg möchte als Jugendseelsorger zuhören statt fertige Antworten zu geben. (c) ÖOK/emw
„Da möchte ich einfach da sein und das Gefühl geben, dass man damit nicht alleine ist“, meinte der Jugend- und Jungscharseelsorger der Diözese Feldkirch in einer Aussendung. P. Delfor Nerenberg ist seit einem Jahr im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast tätig. In den Gesprächen mit Jugendlichen gehe es oft „sehr in die Tiefe“, berichtete der Steyler Missionar. Sein Anspruch sei nicht, auf alle Fragen eine Antwort zu haben. Entscheidend sei vielmehr, präsent zu sein, zuzuhören und junge Menschen in ihren Fragen und Problemen zu begleiten.
Die Kirche müsse stärker zuhören und wahrnehmen, was junge Menschen suchen und brauchen, erklärte P. Delfor Nerenberg. Veränderungen innerhalb kirchlicher Strukturen seien allerdings nicht einfach, weil diese auch Sicherheit geben würden. Für ihn steht dennoch fest: „Die Jugendlichen sind die, die die neue Kirche gestalten werden.“
Zur Person
P. Delfor Nerenberg stammt aus dem Nordosten Argentiniens nahe der Grenze zu Brasilien und Paraguay. 2009 trat er den Steyler Missionaren bei. Seine Ausbildung und sein Theologiestudium führten ihn zunächst nach Córdoba, Paraguay und Chile. 2017 kam er im Rahmen eines interkulturellen Praktikums erstmals nach Österreich und arbeitete in Bischofshofen in Schule und Pfarre. 2022 kam P. Delfor Nerenberg erneut nach Österreich – zunächst nach Wien, anschließend nach Vorarlberg. Drei Jahre war er in der Pfarrarbeit in Dornbirn tätig. Heute ist er im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast sowie in der Jugendseelsorge der Diözese Feldkirch tätig.
Quelle: kathpress