30. September 2026

Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe zu liturgischer Bildung in Kremsmünster

Mit einem Studienvormittag zur Eucharistie hat im Stift Kremsmünster eine neue Veranstaltungsreihe zur liturgischen Bildung begonnen. Rund 70 Interessierte aus verschiedenen Teilen Oberösterreichs nahmen am 26. September an der ersten Veranstaltung teil. Der dreistündige Vortrag stand unter dem biblischen Leitwort „Brannte nicht unser Herz?“ und widmete sich der Eucharistiefeier.

Veranstaltungsreihe zu liturgischer Bildung in Kremsmünster

 Dem Geheimnis der Eucharistie auf der Spur: Dr. Ewald Volgger machte deutlich, wie die Feier der Eucharistie als Begegnung mit Gott und als Ausdruck der Beziehung zu Jesus Christus erlebbar wird. © Stift Kremsmünster

 

Referent war der aus Südtirol stammende Liturgiewissenschaftler Dr. Ewald Volgger OT von der Katholischen Privat-Universität Linz. Er erläuterte insbesondere die Bedeutung der einzelnen Riten, erklärte die Hintergründe der liturgischen Worte und führte anhand konkreter Beispiele vor Augen, wie die Feier der Eucharistie als Begegnung mit Gott und als Ausdruck der Beziehung zu Jesus Christus erlebbar wird.

 

Liturgie als Ausdruck der Gottesbeziehung

Im Mittelpunkt der Ausführungen stand die sogenannte Mystagogie – ein Zugang, der helfen soll, die tieferen Dimensionen liturgischer Feiern zu erschließen. Dabei wurde deutlich, dass die Eucharistie sowohl die Sehnsucht Gottes nach dem Menschen als auch die Suche des Menschen nach Gott zum Ausdruck bringt.

 

Abt Bernhard Eckerstorfer betonte bei der Eröffnung die Bedeutung einer fundierten Auseinandersetzung mit der Liturgie. Das Stift Kremsmünster wolle künftig verstärkt Möglichkeiten schaffen, Gottesdienste und ihre Inhalte besser zu verstehen. Dr. Michael Zugmann, Leiter der Fachstelle Liturgie der Diözese Linz, dankte dem Stift Kremsmünster für die Kooperation und die Bemühungen, das tiefere Verständnis von Gottesdiensten zu vermitteln.

 

Die Reihe wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Am 23. Oktober 2027 steht unter dem Titel „Verstehst du, was du liest?“ die Frage im Mittelpunkt, wie liturgische Texte verständlich erfasst und vorgetragen werden können.

 

Quelle: Stift Kremsmünster