16. September 2026

Mahnwache der Steyler Missionare vor der OMV-Raffinerie für Opfer des Klimawandels

Unter dem Motto „S’ is a Kreuz mit dem Öl…“ luden die Steyler Missionare am 12. September 2026 in Mannswörth zu einer Mahnwache, bei der der Opfer des Klimawandels gedacht und zugleich die fossile Energiegewinnung kritisiert wurde. „Wir möchten beklagen und betrauern, dass durch das Verbrennen von Öl und anderen fossilen Energieträgern so viel Schaden angerichtet wird: An Gut und Leben von Menschen, am Klima, an der Mitwelt, an Gottes guter Schöpfung“, erklärte Br. Emanuel Huemer SVD vom Team „Gerechtigkeit-Friede-Bewahrung der Schöpfung“ der Steyler Missionare.

Mahnwache der Steyler Missionare vor der OMV-Raffinerie

Gedenken für die Opfer des fossilen Wirtschaftens: Die Aktion der Steyler Missionare nahm Bezug auf das am 14. September begangene kirchliche Fest Kreuzerhöhung und brandmarkte den menschlich gemachten Klimawandel als „Kreuzigung der Schöpfung“. © Steyler Missionare

 

Der Veranstaltungsort wurde bewusst gewählt, weil die Raffinerie als Ort fossiler Treibstoffproduktion nach Ansicht der Veranstalter in ursächlichem Zusammenhang mit den klimabedingten Sorgen der Menschen steht. Im Mittelpunkt des Gedenkens standen Menschen, die bereits heute unter den Folgen der Erderwärmung leiden.

 

S' is a Kreuz mit dem Öl...

Das betreffe insbesondere den Globalen Süden, aber zunehmend auch Europa und Österreich, bekräftigte Huemer. „Die Menschen, die am wenigsten zu der klimatischen Veränderung beitragen, leiden bereits jetzt am stärksten darunter“, kritisierte der Ordensmann. In Österreich habe der heiße Sommer die Folgen des Klimawandels ebenfalls im Alltag spürbar gemacht. Der Orden verwies dabei auf die knapp 400 Todesfälle im Juli 2026, die das österreichische Gesundheitsministerium ursächlich mit der extremen Hitze in Zusammenhang gebracht hat.

 

Hitze zeige zudem die sozialen Unterschiede auf und treffe nicht alle gleich, hieß es. „Unser Gedenken galt den vielen Menschen, die es sich nicht ‚richten‘ können. Jenen, deren Arbeitsplatz unerträglich heiß ist, den Kindern, die in dicht besiedelten Bezirken keinen Platz zum Abkühlen finden und den Vulnerablen in unserer Gesellschaft, etwa Alten, Kranken und pflegebedürftigen Personen“, erläuterte Huemer das Ziel der Initiative.

 

Bahn frei für einen starken Impuls zur Bewahrung der Schöpfung: Ausgangspunkt der Mahnwache war der Bahnhof in Mannswörth, wo Br. Emanuel Huemer SVD die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit seinen Mitbrüdern begrüßte. © Steyler Missionare

 

„Gekreuzigte Schöpfung“

An der Mahnwache nahmen neben Huemer unter anderem der Rektor von St. Gabriel, P. Franz Pilz SVD, Provinzial P. Christian Stranz SVD und der Leiter der Missionsprokur, P. Stephan Dähler SVD, teil. Die Mahnwache begann am Bahnhof Mannswörth und führte über die OMV-Raffinerie zu einer Feuerwehrstation und zurück. Bei einem Stationengottesdienst wurde ein Kreuz mit fünf „Kreuzsplittern“ versehen, die für verschiedene vom Klimawandel betroffene Gruppen standen. Die Aktion nahm damit Bezug auf das am 14. September begangene kirchliche Fest Kreuzerhöhung. „Wird man sich der Ausmaße der gerade vor sich gehenden Umbrüche wie der Biodiversitätskrise und der Klimakatastrophe gewahr, ist die Rede von der ‚Gekreuzigten Schöpfung‘ nicht weit hergeholt“, betonte Br. Emanuel Huemer.

 

Quelle: Steyler Missionare