Bärnbacher Karmelitinnenkloster feierte 50-jähriges Bestehen

Mit einem Festgottesdienst mit Weihbischof Johannes Freitag feierten die Bärnbacher Karmelitinnen den 50. Weihetag ihres Klosters. (c) Katholische Kirche Steiermark/Agathon Koren
Die Antwort liege dabei nicht zuerst im Verzicht, betonte Weihbischof Johannes Freitag, „sondern in dem, was sie gefunden haben“. Der Weihbischof erinnerte an den sogenannten „kleinen Weg“ der heiligen Thérèse von Lisieux (1873-1897). Die französische Karmelitin, die bereits mit 15 Jahren in den Karmel von Lisieux eintrat und mit 24 Jahren starb, habe Heiligkeit nicht in außergewöhnlichen Leistungen gesucht, sondern darin, die kleinen Dinge des Alltags aus Liebe zu tun. „Sie hat keine großen Werke vollbracht, keine Länder bereist und keine berühmten Predigten gehalten. Thérèse erkannte, dass Heiligkeit nicht darin besteht, Außergewöhnliches zu leisten, sondern das Gewöhnliche aus Liebe zu tun“, betonte Freitag.

Weihbischof Johannes Freitag stand dem Festgottesdienst zum 50-Jahr-Jubiläum des Heilig-Kreuz-Karmels vor. (c) Katholische Kirche Steiermark
Ihre Botschaft sei darum befreiend und reiche weit über die Mauern des Klosters hinaus: Es gehe nicht um „Erfolg“, sondern darum, „die Liebe im eigenen Leben und dem Leben anderer sichtbar zu machen“. Gerade in einer Welt, „die oft Größe, Erfolg und Sichtbarkeit bewundert“, erinnere Thérèse daran, „dass Gott vor allem auf das Herz schaut. Unser Weg liegt darin, dass wir von Gott geliebt sind.“

Zahlreiche Menschen feierten den Gottesdienst zum Jubiläum des Heilig-Kreuz-Karmels mit. (c) Katholische Kirche Steiermark
Der Karmel in Bärnbach
Der Heilig-Kreuz-Karmel in Bärnbach wurde 1975 vom Karmel in Mariazell gegründet. Vorausgegangen war die Initiative des damaligen Bärnbacher Pfarrers Friedrich Zeck, der sich seit 1972 um die Ansiedlung einer Karmelgemeinschaft bemühte und dabei von Diözesanbischof Johann Weber unterstützt wurde. Nach rund 18 Monaten Bauzeit wurde der neue Karmel am 12. September 1976 eingeweiht. Heute leben sechs Schwestern in der kontemplativen Gemeinschaft. Im Laufe der Jahre wurde der Karmel auch zu einem Ort, an den Menschen mit ihren Anliegen kommen und Möglichkeiten zu Stille und Einkehr suchen.
Quelle: kathpress