„Nur Mut, Gott lenkt alles“: Internationale Klemenswallfahrt nach Taßwitz

Am Wallfahrtsziel: Die österreichische Pilgergruppe mit Weihbischof Franz Scharl (Mitte) in der Klemenskirche in Taßwitz. © Klemens-Komitee
Zum mittlerweile 37. Mal führte die Wallfahrt nach Taßwitz, den Geburtsort des Redemptoristen Klemens Maria Hofbauer (1751–1820). Organisiert wurde die Fahrt wie bereits in den vergangenen Jahren vom St. Klemens Hofbauer-Komitee, das einen Sonderbus von Wien nach Südmähren bereitstellte. Unter den mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren auch zahlreiche Pilger aus Tschechien.
Begrüßt wurden die Wallfahrer von Bischofsvikar P. Lorenz Voith, dem Obmann des St. Klemens Hofbauer-Komitees. Auch zehn Schwestern der Gemeinschaft „Königin der Apostel“ aus Wien-Neuwaldegg nahmen an der Wallfahrt teil. Zu den Gästen zählten zudem der ehemalige Wiener Generalvikar Nikolaus Krasa sowie Patres und Diakone aus Tschechien, Wien, dem Burgenland und Oberösterreich. Krasa war gemeinsam mit einigen Pilgerinnen zu Fuß von Znaim nach Taßwitz unterwegs gewesen.
Neue Orgel und Volksaltar aus Gablitz
Eine besondere Verbindung zwischen Österreich und dem tschechischen Wallfahrtsort zeigt sich seit wenigen Tagen auch in der Ausstattung der Klemenskirche. Rektor P. Jan Zoricak CSsR erwähnte in seiner Begrüßung, dass die Klemenskirche seit einigen Tagen eine neuwertige Orgel und den passenden Volksaltar erhalten habe – ein Geschenk der Schwestern von Gablitz, deren Klosterkirche mittlerweile profaniert wurde.
Damit finden die beiden liturgischen Ausstattungsstücke an einem Ort eine neue Verwendung, der eng mit der Geschichte des Redemptoristen und Wiener Stadtpatrons verbunden ist.
„Klemens passt in unsere Zeit“
Festprediger Weihbischof Franz Scharl betonte in seiner Predigt die Aktualität des Taßwitzer Ordensmannes. Klemens Maria Hofbauer sei ein „eminent wichtiger und zeitgerechter Heiliger“ und passe „in unsere Zeit“. Besonders hob Scharl den bekannten Ausspruch Hofbauers „Nur Mut, Gott lenkt alles“ hervor. Dieses Wort könne auch in die heutige Kirchenlandschaft und Gesellschaft hineingesprochen werden, betonte der Wiener Weihbischof. Für Scharl war die Wallfahrt zugleich eine Premiere: Er besuchte Taßwitz zum ersten Mal.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: P. Lorenz Voith CSsR und Franz Moigg übergaben nach dem Gottesdienst einen Geschenkkorb an P. Jan Zoricak CSsR.
Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Redemptoristen-Kommunität die Pilgerinnen und Pilger zu einer Agape in den Festsaal ein. Die Wallfahrt bot damit neben dem gemeinsamen Gottesdienst auch Gelegenheit zu Begegnungen über die Grenze hinweg.
Die nächste Klemenswallfahrt nach Taßwitz ist für den 28. August 2027 geplant.
Quelle: P. Lorenz Voith CSsR