Barmherzige Schwestern verlassen Kloster Maria Rast in Gratkorn

Mit Ende August 2026 schließt das Kloster Maria Rast der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Gratkorn in der Steiermark seine Türen. (c) Barmherzige Schwestern
Das Kloster Maria Rast wurde von den Barmherzigen Schwestern im Jahr 1911 gegründet, speziell als Ort für ältere Ordensfrauen. Die Hochblüte erlebte das Kloster im zweiten Weltkrieg, als viele vertriebene Ordensfrauen aus Jugoslawien dort Unterschlupf fanden. Mehr als 100 Mitglieder zählte der Konvent. „In all den Jahren war es den Schwestern ein Anliegen, mit und bei den Menschen zu sein. Das wurde deutlich etwa bei Besuchen von älteren und kranken Menschen sowie im gemeinsamen Feiern im Advent im Kloster“, sagte Hausoberin Sr. Roswitha Bauer gegenüber der Diözese Graz-Seckau.
Als die Zahl der Schwestern, aber auch deren Kräfte aufgrund des Alters abnahmen, wurde aus dem Gehen zu den Menschen ein Öffnen des Hauses für die Menschen, beispielsweise als ab 2022 Menschen aus der Ukraine im Kloster Platz fanden.

Das Kloster Maria Rast wurde 1911 speziell als Ort für die älteren Barmherzigen Schwestern gegründet. (c) Barmherzige Schwestern
„Immer auf dem Weg“
Die sechs verbliebenen Ordensfrauen leben nun nur noch wenige Tage im Kloster Maria Rast. Mit 31. August 2026 siedeln sie in das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in die Grazer Mariengasse. „Wir sind niemals am Ziel, sondern immer auf dem Weg“, zitierte Sr. Roswitha Bauer den Ordensgründer, den heiligen Vinzenz von Paul. Auch wenn das Wirken der Barmherzigen Schwestern in der Dult in Maria Rast zu Ende gehe, bleibe dennoch die tiefe Verbundenheit im Gebet mit den Menschen in der Dult, in Gratkorn und darüber hinaus.
Wie es mit dem Kloster nach dem Auszug der Ordensfrauen weitergeht, ist bisher noch nicht entschieden. Das soll sich in den kommenden Wochen klären.
Quelle: Diözese Graz-Seckau