Bundesheer: Deutscher Orden erneuert Geistliche Patronanz
Der Hochmeister des Deutschen Ordens, Frank Bayard, hat am 5. August die Geistliche Patronanz über das Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ feierlich erneuert. (c) Bundesheer/Pusch
Hochmeister Frank Bayard segnete die neuen Kompaniewimpel und betonte in seiner Ansprache, dass sich die Soldatinnen und Soldaten unter diesen Wimpeln als Gemeinschaft verstehen und gemeinsam handeln sollen. Zusammenhalt und Loyalität innerhalb der Kompanie seien ebenso unverzichtbar wie Verantwortungsbewusstsein und Disziplin. Zugleich erinnerte der Hochmeister des Deutschen Ordens daran, dass diese Tugenden nicht Selbstzweck seien, sondern dem Dienst am Nächsten, am Frieden und am Gemeinwohl dienen.
Zwei Jubiläen im Jahr 2026
Das Jägerbataillon Wien 1 begeht im Jahr 2026 zwei Jubiläen: 330 Jahre Hoch- und Deutschmeister sowie 20 Jahre Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“. Das spätere Regiment „Hoch- und Deutschmeister“ wurde 1696 auf Grundlage eines Vertrages zwischen Kaiser Leopold I. und Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, dem damaligen Hochmeister des Deutschen Ordens, aufgestellt. Das vor 20 Jahren gegründete Jägerbataillon Wien 1 führt die Tradition und den Namen „Hoch- und Deutschmeister“ seither fort. Mit einem großen Festakt hatten die Deutschmeister bereits Mitte Juni am Wiener Stephansplatz das 330-jährige Bestehen der Deutschmeister-Tradition gefeiert.
Im Rahmen des militärischen Festakts segnete Hochmeister Frank Bayard die neuen Kompaniewimpel. (c) Bundesheer/Pusch
Im Anschluss an den militärischen Festakt stand Hochmeister Bayard in der Militärkirche des Lagers Kaufholz auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig einem Gottesdienst vor. In seiner Predigt betonte er, dass Soldatinnen und Soldaten nicht dazu ausgebildet würden, Kriege zu führen, sondern Frieden und Sicherheit im eigenen Land zu gewährleisten. Dabei müsse stets beachtet werden, dass christliche Werte niemals hinter den militärischen Auftrag zurücktreten dürften. Im Einsatz dürfe nicht vergessen werden, dass im Gegenüber stets auch das Abbild Gottes zu erkennen sei.
Maria als Vorbild für Soldatinnen und Soldaten
Gerade Maria könne Soldatinnen und Soldaten ein Vorbild sein, sagte Hochmeister Frank Bayard: für Disziplin, Loyalität und Gehorsam. Marias Gehorsam sei nicht blind und kopflos gewesen, sondern habe auf einem tiefen Vertrauen in den Heilsplan Gottes beruht, sagte er. Sie habe verantwortungsbewusst gehandelt, sei ihrem Auftrag auch unter schwersten Prüfungen treu geblieben und habe gezeigt, dass Gehorsam immer mit Gewissen, Verantwortung und der Ausrichtung auf das Gute verbunden sein muss.
Quelle: kathpress