Kolumbien: Salesianer Don Boscos starten Nothilfe nach Erdbeben

Am 10. August 2026 erschütterte ein schweres Erdbeben den Westen Kolumbiens. (c) ANS
Die Salesianische Provinz San Luis Beltrán in Medellín prüft derzeit gemeinsam mit den betroffenen Gemeinschaften das Ausmaß der Schäden. Besonders stark betroffen sind mehrere salesianische Einrichtungen in Cali, darunter das Technische Institut ITI San Juan Bosco, das Ausbildungszentrum Don Bosco sowie die Pfarren San Juan Bosco und San Francisco de Sales. Die betroffenen Gebäude sind derzeit teilweise nicht nutzbar. Auch in anderen Regionen wurden schwere Schäden gemeldet.
Als Vorsichtsmaßnahme müssen die Präsenzaktivitäten in mehreren Einrichtungen vorübergehend ausgesetzt werden, bis die Gebäude technisch überprüft und sichere Bedingungen für Schüler:innen, Mitarbeiter:innen und die jeweiligen Gemeinschaften gewährleistet sind.
„Lage ist sehr unübersichtlich“
Der Direktor der Don-Bosco-Schule in Dosquebradas P. Carlos Manuel Barrios berichtet: „Gott sei Dank waren zum Zeitpunkt des Bebens keine Schüler im Gebäude und niemand wurde verletzt. Unser Schulgebäude wurde jedoch schwer beschädigt. Die Lage ist insgesamt noch sehr unübersichtlich.“
Besonders herausfordernd ist die Situation in der abgelegenen und sehr armen Region Chocó, in der das Epizentrum des Erdbebens lag. Die Region ist aufgrund ihrer geografischen Lage nur schwer zugänglich. Die Salesianer Don Boscos engagieren sich dort seit vielen Jahren für Kinder und Jugendliche. In Condoto betreiben die Salesianer unter anderem ein Jugendwohnheim, das Jugendlichen aus der Region einen sicheren Ort zum Leben und Lernen bietet. Die Auswirkungen des Erdbebens stellen die dortige Gemeinschaft vor besondere Herausforderungen.

Die Salesianer Don Boscos haben 37 Einrichtungen in Kolumbien. Einige davon wurden beim Erdbeben schwer beschädigt. (c) Don Bosco Mission Austria
Notfallmaßnahmen aktiviert
Bereits in den ersten Stunden nach dem Erdbeben hat die Salesianische Provinz San Luis Beltrán ihre Notfallmaßnahmen aktiviert. Im Mittelpunkt stehen die Begleitung der betroffenen Menschen, die technische Bewertung der Schäden sowie die Sicherung der salesianischen Einrichtungen.
P. José Ariel Guerrero Castro, Provinzial der Salesianer-Provinz San Luis Beltrán erklärt: „Seit den ersten Stunden nach dem Erdbeben setzen wir alles daran, die betroffenen Gemeinschaften zu begleiten, die Schäden sorgfältig zu erfassen und die dringend notwendigen Hilfs- und Wiederherstellungsmaßnahmen einzuleiten. Unser vorrangiges Ziel ist es, die Sicherheit unserer Kinder, Jugendlichen, Familien und Mitarbeitenden zu gewährleisten und zugleich sicherzustellen, dass unsere pastorale und soziale Arbeit so bald wie möglich weitergeführt werden kann.“
Unterstützung aus Österreich
Parallel dazu werden Ressourcen mobilisiert und Kontakte zu nationalen und internationalen Partnern intensiviert, um die Menschen in den betroffenen Regionen zu unterstützen. Auch Don Bosco Mission Austria unterstützt die Erdbebenhilfe der Salesianer Don Boscos in Kolumbien. „Wir stehen in engem Kontakt mit den betroffenen Einrichtungen, um gemeinsam mit den Mitarbeitern gezielte Unterstützung zu leisten. Die Salesianer sind direkt vor Ort und können dadurch rasch und gezielt Soforthilfe leisten“, erklärt Br. Günter Mayer, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Austria.
Quelle: Don Bosco Mission Austria