Redemptoristenorden grenzt sich von „Transalpinen Redemptoristen“ ab

Der Generalobere der Redemptoristen, P. Rogério Gomes, hat in einer offiziellen Erklärung festgehalten, dass der Orden in keiner Verbindung zur Gemeinschaft der sogenannten „Transalpinen Redemptoristen“ steht. (c) ÖOK/tb
Der Ausdruck „Transalpine Redemptoristen“ habe ursprünglich eine historische Bedeutung. Zwischen dem Ende des 18. und dem Beginn des 19. Jahrhunderts habe der heilige Clemens Maria Hofbauer, der auch Wiener Stadtpatron ist, die von Alfons Maria de Liguori gegründete Kongregation über die Alpen hinaus in Mitteleuropa verbreitet. Aus diesem Grund seien die Redemptoristen, die sich in diesen Regionen niedergelassen hatten, als „Transalpine“ bezeichnet worden.
Die heute als „Transalpine Redemptoristen“ bekannte Gemeinschaft sei aber erst 1988 entstanden, als von der Kongregation des Heiligsten Erlösers abgespaltene Gruppe, die zunächst mit der Piusbruderschaft verbunden war. Später habe diese Gruppe den Namen „Söhne des Heiligsten Erlösers“ (Filii Sanctissimi Redemptoris) angenommen.
Im Jahr 2008 habe sich die Gruppe mit Rom versöhnt und wurde am 15. August 2012 als klerikales Ordensinstitut diözesanen Rechts in der Diözese Aberdeen in Schottland errichtet. Wie P. Rogério Gomes betont, sei die Gruppe zu keiner Zeit Teil der Kongregation des Heiligsten Erlösers gewesen und sei auch nie in rechtlicher Bindung zur Generalleitung der Redemptoristen gestanden.
Neue Spannungen
In den letzten Jahren waren neue lehrmäßige und kirchliche Spannungen aufgetreten, die die „Söhne des Heiligsten Erlösers“ betreffen, insbesondere aufgrund kritischer Äußerungen gegenüber dem Zweiten Vatikanischen Konzil, den Päpsten nach dem Konzil und verschiedenen Aspekten des Lebens der heutigen Kirche.
Mit den Redemptoristen habe dies nichts zu tun. Es gebe freilich auch in Schottland tätige Redemptoristen, schreibt der Generalobere. Die dortigen Redemptoristenkommunitäten gehörten zur Provinz London und stünden in voller Gemeinschaft mit der Weltkirche, mit dem Papst und mit der Generalleitung der Kongregation. „Ihre Mitglieder bekennen sich zu demselben Glauben wie die Kirche, nehmen das authentische Lehramt an, erkennen die Autorität des Zweiten Vatikanischen Konzils an und üben ihren Auftrag in Übereinstimmung mit den Konstitutionen und Statuten der Kongregation sowie mit dem Kirchenrecht aus“, hält P. Rogério Gomes fest.
Quelle: kathpress