07. Juli 2026

Donauinselfest: Große Nachfrage nach Festivalseelsorge

Ein positives Resümee hat das Team der Festivalseelsorge beim Donauinselfest gezogen. Wie die Erzdiözese Wien mitteilte, hatten 35 Seelsorger:innen aus der katholischen und evangelischen Kirche, darunter auch Ordensleute und Mitarbeiter:innen der Gesprächsinsel, auf Europas größtem kostenfreien Open-Air-Festival ein offenes Ohr für die Sorgen und Anliegen der Besucherinnen und Besucher.

35 Seelsorger:innen waren beim Donauinselfest im Einsatz, darunter auch Sr. Teresa Hieslmayr (hinten, 4.v.l.) und fr. Benedikt Moser (vorne rechts).

35 Seelsorger:innen waren beim Donauinselfest im Einsatz, darunter auch Sr. Teresa Hieslmayr (hinten, 4.v.l.) und fr. Benedikt Moser (vorne rechts). Am Samstag statteten Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Erzbischof Josef Grünwidl dem Team einen Besuch ab. (c) Erzdiözese Wien/Schönlaub

 

Das Seelsorge-Team führte laut Erzdiözese Wien 1.600 Gespräche. Dies waren gleich viele Gespräche wie im Vorjahr, als ein Gesprächsrekord aufgestellt wurde. „Die Besucherinnen und Besucher konnten sich mit allen Anliegen an die Festivalseelsorge wenden, unabhängig von ihrer Religion und Weltanschauung“, sagte Edina Kiss, Koordinatorin der Festivalseelsorge auf dem Donauinselfest: „Wir möchten vermitteln: Wir sind für dich da und freuen uns, wenn du zu uns kommst. Du kannst mit allem zu uns kommen, was dich beschäftigt. Denn du bist uns wichtig.“

 

Hälfte der Gesprächspartner unter 35

Die Festivalseelsorge hatte einen Stand in der Nähe der Electronic Music Bühne und war in mobilen Teams auf dem gesamten Festivalgelände unterwegs. Am häufigsten hätten sich die Festivalgäste mit Lebenskrisen sowie Problemen in der Familie, in Freundschaften und Partnerschaften an die Seelsorge gewandt, berichtete Kiss. Auch Drogenprobleme, Belastungen in der Arbeit, Stress sowie Sinn- und Glaubensfragen waren demnach Gesprächsthemen. 50 Prozent der Gesprächspartner waren unter 35.

 

Einer der Festivalseelsorger: fr. Benedikt Moser aus der Erzabtei St. Peter in Salzburg (2.v.l.).

Einer der Festivalseelsorger: fr. Benedikt Moser aus der Erzabtei St. Peter in Salzburg (2.v.l.). (c) Erzdiözese Wien/Schönlaub

 

Besonders die mobilen Teams, die auf dem Gelände unterwegs waren, seien bei den Gästen sehr beliebt gewesen. Besucherinnen und Besucher hätten sogar häufig darauf gewartet, dass ein Gesprächsplatz frei wurde. Auch einige Personen, die schon in den vergangenen Jahren mit dem Seelsorgeteam ein Gespräch geführt hatten, seien wieder vorbeigekommen, um zu erzählen, wie es ihnen seit der letzten Begegnung gegangen sei.

 

Zum vierten Mal am Donauinselfest

Die Festivalseelsorge war 2026 zum vierten Mal am Donauinselfest vertreten und Teil des Awareness-Teams, das gemeinsam mit den Einsatzorganisationen, Behörden und Veranstaltern für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher auf der Donauinsel sorgte. Am Samstag hatten Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Erzbischof Josef Grünwidl das Seelsorgeteam besucht.

 

Die Festivalseelsorge am Donauinselfest 2026 war ein Projekt der Erzdiözese Wien gemeinsam mit der „Festivalseelsorge Österreich“ und der Initiative „Denk Dich Neu“.

 

Quelle: kathpress