06. Juli 2026

Stift Vorau: Prälat Rupert Kroisleitner verstorben

Das Stift Vorau und die Diözese Graz-Seckau trauern um Prälat Rupert Kroisleitner. Der emeritierte Propst des Stiftes Vorau, Prälat und Konsistorialrat der Diözese starb am 3. Juli 2026 nach der Feier anlässlich seiner Priesterweihe vor exakt 60 Jahren.

Prälat Rupert Kroisleitner, emeritierter Propst des Stiftes Vorau, ist am 3. Juli 2026 verstorben.

Prälat Rupert Kroisleitner, emeritierter Propst des Stiftes Vorau, ist am 3. Juli 2026 verstorben. (c) ZeitblickRupert KroisleitnerCC BY-SA 4.0

 

Der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl erinnerte an die vielen Verdienste des Augustiner-Chorherren: „Rupert Kroisleitner war nicht nur jahrzehntelang als Propst von Vorau prägend für das Leben der Chorherren in der Steiermark und für die Pfarren im Umfeld des Stiftes, er war auch ein begehrter Berater in vielen Fragen des kirchlichen Lebens in der Steiermark und in Österreich. Er war als beliebter Priester immer am Puls der Zeit. Er möge in Gott das Leben finden, das er als Priester vielen verkündet hat.“

 

Rupert Kroisleitner wurde 1939 im steirischen Wenigzell geboren und studierte nach der Matura Theologie in Innsbruck und Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien. Zudem trat er in das Augustiner-Chorherrenstift Vorau ein. Am 3. Juli 1966 wurde Rupert Kroisleitner zum Priester geweiht, bereits vier Jahre später, am 16. Juli 1970, wurde er zum 54. Propst des Stiftes Vorau gewählt. Dieses Amt übte er bis 2000 aus.

 

Renovierung des gesamten Stiftes

Unter Propst Rupert Kroisleitners Leitung wurde das gesamte Stift renoviert, ein neues Verwaltungsgebäude erbaut, ein Bildungshaus eingerichtet sowie die wirtschaftlichen Ressourcen in der Land- und Forstwirtschaft neu geordnet. Nachdem er 2002 zum Stiftsdechanten ernannt worden war, war er Mitglied im Konsistorium der Diözese Graz-Seckau, Vorsitzender der steirischen Ordenskonferenz und im Vorstand der Österreichischen Superiorenkonferenz.

 

Die Diözese Graz-Seckau erinnerte auch an eine heikle Aufgabe, die Kroisleitner 2003 übernahm: Gemeinsam mit Erzabt Edmund Wagenhofer vom Stift St. Peter in Salzburg war er Apostolischer Visitator des Prämonstratenser-Chorherrenstiftes Geras, da Abt Joachim Angerer vorgeworfen wurde, sein Stift durch Renovierungen in wirtschaftliche Turbulenzen geführt zu haben. Der emeritierte Propst des Stifts Vorau war Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark sowie des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und trug den päpstlichen Ehrentitel Prälat.

 

Begräbnisgottesdienst am 13. Juli

Zur persönlichen Verabschiedung steht der Sarg mit dem Verstorbenen von 10. bis 13. Juli 2026 in der Lorettokapelle der Stiftskirche. Die Totenwache ist am 12. Juli um 18.30 Uhr in der Stiftskirche. Der Begräbnisgottesdienst findet am 13. Juli um 14 Uhr in der Stiftskirche Vorau statt. Anschließend wird der Verstorbene am Hofanger des Stiftes verabschiedet. Die Beisetzung in der Prälatengruft der Johanneskirche findet zu einem späteren Zeitpunkt im Kreis der Mitbrüder und engen Verwandten statt.

 

Quellen: Diözese Graz-Seckau; kathpress