01. Juli 2026

Ordensgemeinschaften mit offenen Ohren am Wiener Donauinselfest

Wenn am kommenden Wochenende hunderttausende Menschen am Donauinselfest feiern, ist auch die Festivalseelsorge mit einem großen Team vor Ort. Verstärkung erhält sie dabei von zwei Ordensleuten und einigen Mitarbeiter:innen der Gesprächsinsel, einer Einrichtung der Österreichischen Ordenskonferenz. Gemeinsam schenken sie Besucherinnen und Besuchern Zeit, Aufmerksamkeit und ein offenes Ohr – für Sorgen ebenso wie für schöne Momente.

Festivalseelsorge am Donauinselfest

Offene Ohren für Sorgen und Freuden: An den drei Tagen des Festivals sind 35 speziell geschulte Seelsorgerinnen und Seelsorger mit einem Zelt in der Nähe der Electronic Music Bühne präsent und auf dem Festivalgelände unterwegs. © Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

 

Unter dem Motto „Erzähl mir was, ich hör dir zu“ unterstützen die Dominikanerin Sr. Teresa Hieslmayr, der Benediktiner Frater Benedikt Moser sowie einige Mitarbeiter:innen der Gesprächsinsel das über 30-köpfige Team der Festivalseelsorge auf dem Areal des Donauinselfests.

 

Erkennbar an den grünen Warnwesten der Festivalseelsorge, sind sie sowohl beim Seelsorgezelt in der Nähe der Electronic Music Bühne (Nr. 10 auf dem Inselplan) als auch unterwegs auf der Donauinsel ansprechbar.

 

ORDENtlich zuhören

Die beiden Ordensleute wollen ihre Erfahrung aus der Begleitung von Menschen in den Festivalalltag einbringen und den Besucherinnen und Besuchern dort begegnen, wo diese gerade stehen – unabhängig von Alter, Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Oft genügt ein offenes Ohr, manchmal entwickeln sich tiefgehende Gespräche über Lebenskrisen, Einsamkeit, Beziehungen oder Zukunftsfragen. Andere möchten einfach einen freudigen Moment teilen oder erzählen, was sie gerade bewegt.

 

Die Gesprächsinsel ist seit vielen Jahren ein Ort des Zuhörens und der Begegnung mitten in Wien. Diese Kompetenz bringt sie auch heuer wieder in das größte Open-Air-Festival Europas ein.

 

Neuer Gesprächsrekord im Vorjahr

Die Festivalseelsorge ist bereits zum vierten Mal auf dem Donauinselfest vertreten. Im Vorjahr verdoppelte sich die Anzahl der geführten Gespräche von 800 auf 1600 – ein neuer Gesprächsrekord. Am häufigsten wurden von den Besucherinnen und Besuchern Lebenskrisen, Sorgen und das Gefühl der Einsamkeit angesprochen. Auch Beziehungsprobleme, Mobbingerfahrungen, psychische Erkrankungen sowie Sinnfragen kamen immer wieder zur Sprache. 60 Prozent der Gesprächspartnerinnen und -partner waren unter 35 Jahre alt.

 

Festivalseelsorge am Donauinselfest

Allzeit gesprächsbereit: Das Seelsorgeteam setzt sich aus erfahrenen Seelsorger:innen, Jugendarbeiter:innen sowie Psycholog:innen zusammen und ist an grünen Warnwesten mit der Aufschrift „Festivalseelsorge“ erkennbar. © Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

 

Die Festivalseelsorge ist Teil des Awareness-Teams, das gemeinsam mit den Einsatzorganisationen, Behörden und Veranstaltern für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher auf der Donauinsel sorgt. Das interdisziplinäre Team aus katholischen und evangelischen Seelsorger:innen, Jugendarbeiter:innen und Psycholog:innen unterstützt Besucher:innen dabei, belastende Situationen zu bewältigen und vermittelt bei Bedarf an weiterführende Beratungsstellen oder Einsatzorganisationen vor Ort.

 

Jörg Neumayer, Veranstalter des Donauinselfestes, weiß um die Wichtigkeit der Festivalseelsorge: „Mitten im Trubel des Donauinselfests schafft das Team einen Raum, in dem zugehört wird, ohne zu werten. Das ergänzt unser Sicherheits- und Hilfsangebot um eine Dimension, die kein anderer Einsatzbereich abdecken kann. Ein offenes Ohr ist für viele Besucherinnen und Besucher Gold wert – danke für diesen wertvollen Beitrag zum Fest.“

 

Quelle: Erzdiözese Wien