29. Juni 2026

Neues Buch von Korbinian Birnbacher über die Sanierung der Stiftskirche von St. Peter

„Sankt Peter Salzburg – Vom Ursprung ins Heute“ lautet der Titel eines neuen Buches, das der frühere Erzabt von St. Peter, Korbinian Birnbacher, in diesen Tagen veröffentlicht. Er setzt sich darin mit einer der bedeutendsten Aufgaben seiner Amtszeit auseinander – der Renovierung und Sanierung der berühmten Stiftskirche.

Buch „Sankt Peter Salzburg - Vom Ursprung ins Heute“

Veränderungen im Zeichen edler Einfachheit: Das neue Buch von Korbinian Birnbacher beschreibt, wie es gelang, den Kirchenraum der Stiftskirche St. Peter neu zu interpretieren ohne den Respekt für die Kontinuität seit über 1.300 Jahren zu verlieren. © Verlag Müry Salzbmann/Canva

 

Die eigentliche Bauzeit, während der die Kirche 2018/19 geschlossen war, dauerte nur ein Jahr. Aber die konkrete Sanierungsarbeit habe sich auf zwölf Jahre erstreckt, erinnert sich Birnbacher im Gespräch mit den „Salzburger Nachrichten“. Der Denk- und Gestaltungsprozess habe sogar bereits vor etwa 30 Jahren begonnen, um für die 1969 in den Altar eingebauten Provisorien dauerhafte Lösungen zu finden, erläuterte der Benediktiner und ehemalige Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz: „So etwas muss ein prozesshaftes Vorgehen sein.“ Bei so einem großen Vorhaben könne man am Anfang nicht sagen: „So ist das geplant, so wird das exekutiert! Sondern das wächst.“

 

Hinführen auf ein lesbares Maß

Die Neuinterpretation des Kirchenraums und das Hinführen auf ein „lesbares Maß“ samt Respekt für „die Kontinuität seit über 1.300 Jahren“ habe mit dem Ausräumen begonnen, also mit dem „Entfernen von Überflüssigem“. Und: „Es geht alles aus vom Altar.“ Wo früher ein Teppich den Beton abgedeckt hat, ist nun polierter Marmor. Der weiße Steinkreis im Boden korrespondiert mit der achteckigen Kuppel. Das von dort einfallende Licht schmiegt sich nun über den hellen Marmor des Volksaltars.

 

„Aufatmen des Alterraumes“

Das alte, zu große und mit vielerlei Stufen kompliziert zu begehende Chorgestühl wurde entfernt, sodass eine weite Fläche unter der Kuppel und für den neuen Volksaltar entstehen konnte. Das ermöglichte ein „Aufatmen des Alterraumes“, wie es Birnbacher beschreibt. Viele Fotos von Hertha Hurnaus zeigen neue Details und Sichtachsen. So nehmen die Armlehnen des neuen Chorgestühls die barocken Schwingungen eines Marmorgitters auf. Die jüngsten Veränderungen stünden im Zeichen edler Einfachheit, sagt Birnbacher: „Sie wollen auf das Eigentliche verweisen: dass diese Kirche (...) ein Raum für Menschen ist.“

 

Viele Bilder und Texte im Buch sind der neuen Kunst gewidmet, dem Kreuz von Thomas Wizany oder der Schutzmantelmadonna von Javier Margarit. 2025 kamen noch drei Neuigkeiten in die Kirche: das Portal Wilhelm Scherübls, die beiden Märtyrerinnengemälde Anselm Kiefers und die neu gebaute Hauptorgel.

 

Vorbestellung möglich

Das Buch „Sankt Peter Salzburg – Vom Ursprung ins Heute“ erscheint im Salzburger Verlag Müry Salzmann und kann auf der Website des Verlags zum Preis von 28 Euro vorbestellt werden.

 

Quelle: kathpress