25. Juni 2026

Ordensgemeinschaften starten nach Erdbeben in Venezuela Nothilfe

Am 24. Juni 2026 haben zwei schwere Erdbeben mit den Stärken 7,2 und 7,5 Venezuela erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag 280 Kilometer westlich der Hauptstadt Caracas, nach ersten Informationen werden zahlreiche Todesopfer befürchtet. Auch mehrere Einrichtungen der Salesianer Don Boscos und der Jesuiten wurden beschädigt.

Mehrere Einrichtungen der Salesianer Don Boscos wurden beim Erdbeben in Venezuela schwer beschädigt, darunter auch die Kirche von Sarria in Caracas.

Mehrere Einrichtungen der Salesianer Don Boscos wurden beim Erdbeben in Venezuela schwer beschädigt, darunter auch die Kirche von Sarria in Caracas. (c) Don Bosco Mission Austria

 

Besonders schwer getroffene Einrichtungen der Salesianer Don Boscos sind die Schule und die Kirche von Sarria in Caracas. Auch Schulen der Jesuiten in Caracas sind von den Zerstörungen betroffen. 

 

„Derzeit liegen uns keine Meldungen über verletzte oder getötete Salesianer vor. Die Kommunikationsverbindungen sind jedoch weiterhin eingeschränkt, viele Gebiete sind ohne Stromversorgung, und das Ausmaß der Schäden ist noch nicht vollständig absehbar“, berichtet Ronny Rodriguez, Koordinator der Salesianer Don Boscos in Caracas.

 

Neben Sarria wurden auch Don Bosco-Einrichtungen in Altamira, La Dolorida, Mariches sowie die Schule San José beschädigt. Landesweit berichten Medien über eingestürzte Gebäude, zahlreiche Verletzte sowie Vermisste.

 

Ordensgemeinschaften bereiten Hilfsmaßnahmen vor

Das internationale Don-Bosco-Netzwerk sowie Don Bosco Mission Austria bereiten gemeinsam erste Hilfsmaßnahmen vor. „Wir stehen in engem Kontakt mit den betroffenen Einrichtungen um gemeinsam mit den Mitarbeitern gezielte Unterstützung zu leisten. Die Salesianer sind vor Ort und können dadurch rasch Soforthilfe leisten“, erklärt Bruder Günter Mayer, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Austria.

 

Auch die jesuitischen Partner in Venezuela bereiten sich aktuell darauf vor, Menschen in Not zu unterstützen. „Mit P. Alfredo Infante SJ, dem Provinzial der Jesuiten in Venezuela, bin ich seit heute Früh in ständigem Kontakt. Die Jesuiten sind derzeit dabei, die Lage zu evaluieren und zu prüfen, wie konkret geholfen werden kann. Die Schulen der Jesuiten in Caracas sind von Zerstörungen betroffen. Auch die Schule Jesús Obrero in einem Armenviertel von Caracas, neben der ich selbst einige Jahre gelebt und in der Jugendarbeit mitgewirkt habe, wurde beschädigt“, sagt Katrin Morales, Geschäftsführerin von jesuitenweltweit Österreich.

 

Quellen: Don Bosco Mission Austria, jesuitenweltweit