ÖOK-Klausur: Aufeinander hören – im Aufhören und Anfangen
Vorstand und Bereichsleiter:innen der Ordenskonferenz auf zweitägiger Klausur. 1. Reihe von links: Sr. Ruth Pucher MC, Sr. Susanne Krendelsberger CS, P. Siegfried M. Kettner SDB, Sr. Christine Rod MC, Karin Mayer, Martha Mikulka, P. Martin Leitgöb CSsR. 2. Reihe von links: Erzabt Jakob Auer OSB, Sr. Patricia Erber SDS, Renate Magerl, Verena Osanna, Sr. Hemma Jaschke SSpS, Propst Anton Höslinger Can.Reg., Peter Bohynik, Br. Thomas Hessler (Tagungsleiter), Sr. Anneliese Herzig MSsR, Maria Habersack, Anton Süss, Marie-Theres Igrec. Nicht auf dem Bild: Sr. Franziska Madl OP. © Susanne Windischbauer
Die Klausur war geprägt von intensivem Austausch, gemeinsamem Arbeiten, kreativem Denken sowie dem bewussten Raumgeben für Stille und Begegnung.
Im Mittelpunkt stand die Frage, was die Ordenslandschaft heute bewegt und wie ihre Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich darüber aus, welche Herausforderungen, Veränderungen und Chancen die Ordensgemeinschaften derzeit prägen. Dabei wurde deutlich, dass die gegenwärtige Ordenslandschaft von vielen Prozessen des Aufhörens und Abschiednehmens gekennzeichnet ist. Gerade deshalb werden durch das aufmerksame Hören aufeinander Einsichten möglich, die neue Aussichten eröffnen.
In der Gruppenarbeit zum Thema „Wie wir an unserer Ordenslandschaft weiterbauen können...“ war die Kreativität der Teilnehmer:innen gefragt. © ÖOK/rm
Diesem Prozess wurde bewusst Zeit und Raum geschenkt – durch Gebet, Kontemplation, persönliche Reflexion, Austausch und kreative Methoden. Zum Einstieg stand die Frage im Raum: „Was bewegt mich, dich und uns in unserer Ordenslandschaft?“ Daraus entwickelte sich ein intensiver Dialog über Erfahrungen, Erwartungen und gemeinsame Wege.
In einem weiteren Schritt richtete sich der Blick auf die Zukunft: „Gemeinsam anfangen – wie wir an unserer Ordenslandschaft weiterbauen können.“ In kreativen Arbeitsphasen gestalteten die Teilnehmer:innen mit einem weißen und einem schwarzen Blatt Papier individuelle Bilder. Diese wurden anschließend in Gruppenarbeit zu zwei großen Gesamtbildern zusammengefügt.
Was bewegt die Teilnehmer:innen und wie nehmen sie die gegenwärtige Ordenswelt wahr. Das Bauwerk dieser Gruppe war sogar dreidimensional. © ÖOK
Die entstandenen Werke machten sichtbar, was die einzelnen Teilnehmer:innen bewegt und wie sie die gegenwärtige Ordenswelt wahrnehmen. Zugleich brachten die beiden gemeinsamen Bilder eine hoffnungsvolle Sicht auf die Zukunft des Ordenslebens zum Ausdruck und zeigten dessen Potenzial und Zukunftsfähigkeit.
Die Klausur machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll gemeinsame Zeiten des Hörens, Nachdenkens und Gestaltens sind. Dort, wo Menschen einander aufmerksam zuhören, können neue Perspektiven entstehen und gemeinsame Wege in die Zukunft sichtbar werden.