Steyler Missionare berieten über Berufungspastoral in Europa

Vertreter der Steyler Missionare aus Ungarn, der Slowakei, Österreich, der Schweiz, Deutschland, Spanien und Portugal berieten im Missionshaus St. Gabriel bei Mödling über die Zukunft der Berufungspastoral. (c) P. Franz Helm SVD
Im Mittelpunkt stand die Unterscheidung zwischen allgemeiner Berufsanimation und eigentlicher Berufungspastoral. Während Erstere Teil von Pfarr-, Jugend-, Schul- und Migrantenseelsorge sei und das missionarische Profil der Ordensgemeinschaft sichtbar machen solle, richte sich die Berufungspastoral an junge Erwachsene zwischen 20 und 35 Jahren, die sich für ein Ordensleben bei den Steyler Missionaren interessieren, hieß es in einer Mitteilung der Ordensgemeinschaft.

Neben den Beratungen stand auch ein Gottesdienst mit P. Marek Vanus auf dem Programm des Treffens. (c) P. Franz Helm SVD
Thematisiert wurde auch die Nachwuchssituation in Europa. Laut P. Franz Helm gibt es in einigen Provinzen seit Jahren keine Ordenseintritte mehr. Teilweise fehlten mittlerweile sogar Verantwortliche für die Berufungspastoral. Andere Provinzen, etwa in der Slowakei, verzeichneten hingegen weiterhin Berufungen. Als Herausforderung wurde auch die Ausbildung neuer Mitglieder genannt. „Eine große Schwierigkeit ist mittlerweile in Europa, dass wir Interessenten schwer sagen können, wie ihre Ausbildung ablaufen wird. Oft gibt es kein Noviziat in der Muttersprache des jeweiligen Interessenten. Es ist eine offene Frage, wie das gelöst werden kann“, erklärte P. Franz Helm.
Frage nach Gestaltung des Noviziats
Er führte einige Beispiele für Lösungsansätze an: „Sollen Novizen aus Europa auf die Philippinen geschickt werden, wo es bereits ein gemeinsames englischsprachiges Noviziat verschiedener asiatischer Ordensprovinzen der Steyler Missionare gibt. Oder aber sollen in Europa mehrere Provinzen gemeinsam Noviziate organisieren? Oder sollen ein englischsprachiges und ein spanischsprachiges Noviziat in Europa geschaffen werden?“

Am Programm des Treffens stand auch ein Besuch im Stift Heiligenkreuz. (c) P. Franz Helm SVD
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wo junge Menschen heute mit Ordensgemeinschaften in Kontakt kommen. Genannt wurden unter anderem die Universitätspastoral sowie persönliche Begleitungsangebote. Entscheidend seien langfristige Beziehungen und die Zusammenarbeit von Steyler Missionaren, Steyler Missionsschwestern und engagierten Laien. Zum Abschluss besuchte die Gruppe das Stift Heiligenkreuz und tauschte sich dort mit Verantwortlichen für die Ausbildung des Ordensnachwuchses – Prior P. Johannes Paul Chavanne und Novizenmeister P. Tarcisius Sztubitz – aus.
Quellen: Steyler Missionare, kathpress