Salvatorianerinnen begingen Jubiläums-Auftakt mit Wallfahrt

Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens machten sich die Salvatorianerinnen auf den Weg nach Mariazell. (c) Martin Maria Eder
P. Erhard Rauch hob in seiner Predigt Gott als tragenden Grund aller Aktivitäten des Ordens hervor. Der Mariazeller Superior P. Michael Staberl hieß eingangs des Gottesdienstes die Festgemeinde in Mariazell willkommen. Der 55-Jährige erinnerte an seinen persönlichen Bezug zu den Ordensfrauen, der für ihn schon sehr früh begann. P. Michael Staberl war bei den Salvatorianerinnen im Kindergarten von Mariazell.
Seit 1963 in Mariazell
Nach Mariazell kamen die ersten Salvatorianerinnen 1963, um dort das Salvatorheim zu führen und sich um das leibliche und geistliche Wohl der Wallfahrer zu kümmern. Dieses Angebot gibt es in dieser Form heute nicht mehr. Von 1966 bis 2017 wurde der Gemeinde-Kindergarten von Salvatorianerinnen geleitet. Die letzte Schwester im Kindergarten war Ruth Kagerbauer. Sie ist zwar nicht mehr im Kindergarten tätig, jedoch nach wie vor sehr aktiv in der Pfarre und für viele Menschen als Bezugsperson wichtig.
Die von Sr. Petra Weiß gestaltete Jubiläumskerze wurde am Anfang des Gottesdienstes entzündet und wird fortan in diesem Jahr an allen weiteren salvatorianischen Feier-Orten als verbindendes Element und als Zeichen des Dankes aufleuchten.
Jubiläumsfest steht vor der Tür
Am 13. Juni 2026 laden die Salvatorianerinnen zum Jubiläumsfest in ihr Kloster nach Wien-Hacking, das unter dem Motto steht „Aus dem Leben – für das Leben; Spuren des Prophetischen – heute“. Dabei gibt es neben einem Rückblick auf die vergangenen 100 Jahre vor allem auch Einblicke in Brennpunkte salvatorianischen Wirkens in Österreich heute. Den Festvortrag hält die Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger zur Relevanz christlicher Orden für die Gesellschaft heute. Abgeschlossen wird die Veranstaltung mit einem Festgottesdienst, dem wieder P. Erhard Rauch vorstehen wird.
Die Salvatorianerinnen
Die Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen wurde 1888 von Johann Baptist Jordan gemeinsam mit Therese von Wüllenweber gegründet. 1899 wurde die erste österreichische Niederlassung in Wien errichtet, die Provinz entstand 1926. Heute leben die Salvatorianerinnen in kleinen Gemeinschaften in verschiedenen Orten in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Oberösterreich.
Die Schwestern in der Provinz Österreich – dazu zählen auch Salvatorianerinnen in Ungarn sowie in der Auslandsmission – sind u. a. im ordenseigenen Krankenhaus St. Josef (Wien), in Initiativen wie der Ordensfrauen-NGO „Solwodi“ für Opfer von Zwangsprostitution und Menschenhandel oder in der geistlichen Begleitung sowie der Mitarbeiter- und Führungskräftebegleitung aktiv.
Quelle: kathpress