Salzburger Äbtekonferenz beriet über Zukunft von Klöstern

Bei der Ostertagung 2026 befasste sich die Salzburger Äbtekonferenz mit der Zukunft klösterlichen Lebens. (c) Salzburger Äbtekonferenz
Der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, informierte über weltweite Entwicklungen innerhalb des Ordens. Zudem ging es um Vorbereitungen für das bevorstehende 1.500-Jahr-Jubiläum der Gründung der Abtei Montecassino. Begleitet wurde er von P. Jákó Fehérváry, Rektor der Hochschule Sant'Anselmo in Rom, der aktuelle Einblicke in die Situation der benediktinischen Studienlandschaft gab.

Die Äbte und Prioren der Benediktinerklöster aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden zur Salzburger Äbtekonferenz. (c) Salzburger Äbtekonferenz
Am Studientag beteiligten sich auch Vertreterinnen der Benediktinerinnen, darunter Mitglieder des Vorstands der Vereinigung im deutschen Sprachraum sowie Äbtissinnen der Abteien St. Hildegard in Eibingen und Engelthal. Unter dem Leitmotiv „Orte der Hoffnung seit 529“ – dem Gründungsjahr von Montecassino – setzten sich die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen mit zentralen Zukunftsfragen auseinander. Diskutiert wurde unter anderem, wie Gebet und Liturgie künftig gestaltet werden können und welche geistigen sowie kulturellen Voraussetzungen Menschen mitbringen, die sich heute für ein klösterliches Leben interessieren.
Neue Chancen unter veränderten Bedingungen
In den Gesprächen wurde deutlich, dass Klöster weiterhin als Orte der Stille, der Versöhnung und der spirituellen Orientierung wahrgenommen werden. Auch mit kleineren Gemeinschaften könnten diese Aufgaben erfüllt werden. Neben der Frage nach Grenzen und Möglichkeiten stand laut den Teilnehmenden zunehmend im Fokus, welche neuen Chancen sich unter veränderten Bedingungen eröffnen.

Ebenfalls auf dem Programm der Konferenz: Ein Besuch in Limburg an der Lahn mit Besichtigung von Dom und Diözesanmuseum. (c) Salzburger Äbtekonferenz
Ein Besuch des Limburger Bischofs Georg Bätzing mit gemeinsamer Eucharistiefeier sowie ein Ausflug nach Limburg an der Lahn mit Besichtigung von Dom und Diözesanmuseum rundeten das Programm ab. Die Tagung sei von einer offenen und zugleich zuversichtlichen Atmosphäre geprägt gewesen, hieß es abschließend.
Quelle: kathpress