Wiener Ordensspitäler mit starken Leistungskennzahlen für das Jahr 2025
Bestens betreut: Die Wiener Ordensspitäler versorgen in Wien rund drei von zehn Patient:innen, die stationär behandelt werden. © Schedl / Barmherzige Brüder Wien
Wie Heinrich Resch weiter ausführte, wurden 2025 knapp 59.000 Operationen durchgeführt, außerdem weist die Bilanz 11.500 Akut-Rettungszufahrten aus.
Weitere Kennzahlen 2025
Die sieben Ordensspitäler beschäftigen knapp über 5.500 Personen, der Frauenanteil liegt bei 73 Prozent. Die Beschäftigten kommen aus rund 70 Nationen. Die Ordensspitäler sind zudem auch ein wichtiger Player im Bereich der medizinischen Ausbildung: 2025 befanden sich 274 Personen in fachärztlicher Ausbildung, 112 Personen in Ausbildung zum Allgemeinmediziner und 326 Personen absolvierten ein klinisch-praktisches Jahr. Zudem haben 259 Personen eine Pflegeausbildung begonnen.
Heinrich Resch ordnete die Zahlen beim Pressegespräch so ein, dass die Ordensspitäler ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Wien seien. Man sei ein verlässlicher, flexibler und berechenbarer Partner der Stadt. Die sieben Wiener Ordensspitäler umfassen das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, das Franziskus Spital und die Spitäler der Vinzenz Kliniken Wien (Herz-Jesu Krankenhaus, Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien, Orthopädisches Spital Speising, St. Josef Krankenhaus und Göttlicher Heiland Krankenhaus). Charakteristisch für die Häuser ist dabei die Kombination aus privater Trägerschaft – Ordensgemeinschaften oder Stiftungen – mit einem gemeinnützigen Versorgungsauftrag.
Sparen und Effizienzsteigerung
Im Wiener Gemeinderat wurde Ende März einstimmig die Förderung der Wiener Ordensspitäler für das Jahr 2025 im Rahmen der Endabrechnung von 131,7 Mio. Euro auf 160 Mio. Euro erhöht. Für das Jahr 2026 genehmigte der Gemeinderat darüber hinaus eine Förderung in Höhe von 174 Mio. Euro. Es sei ein besonderes Zeichen der Wertschätzung, „dass alle Fraktionen geschlossen die Wiener Ordensspitäler als wichtige Säule des Wiener Gesundheitswesens schätzen“, sagte Resch dazu.

Starke Leistungsbilanz: Heinrich Resch betonte, dass die sieben Wiener Ordensspitäler ein verlässlicher, flexibler und berechenbarer Partner der Stadt Wien sind und eine unverzichtbare Rolle für die Gesundheitsversorgung der Bundeshauptstadt spielen. © Wiener Ordensspitäler/APA-Fotoservice/Fotografin: Jana Madzigon
Mit Resch bestritten Günter Pacher, Kaufmännischer Direktor im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien, David Pötz, Geschäftsführer der Vinzenz Kliniken Wien GmbH, sowie Martin Steiner, Geschäftsführer im Franziskus Spital, das Hintergrundgespräch. Auch sie würdigten den Wiener Beschluss, auch wenn die Kosteneffizienz eine beständige Herausforderung sei. Deutlich wurde auch, dass der stationäre Bereich in allen Spitälern stabil bis leicht rückläufig ist, während der ambulante Bereich deutlich wächst.
Jedes der sieben Krankenhäuser sei in seinen speziellen Bereichen um Innovation und Weiterentwicklung bemüht, unterstrich Resch. Großes Entwicklungspotenzial gibt es zudem im Bereich der Digitalisierung, so der Tenor beim Pressegespräch.
Arbeitsplatz mit Sinn
Im Blick auf die personelle Situation in den Spitälern meinte Martin Steiner, dass sich die Lage inzwischen wieder entspannt habe. Man habe sich wieder „konsolidiert“. Letztlich sei ein Arbeitsplatz im Gesundheitswesen jedenfalls ein „Arbeitsplatz mit Sinn“. Erfreut zeigte sich Steiner auch auf Nachfrage, dass die Kollektivvertragsverhandlungen in Wien, anders als etwa in Oberösterreich, konstruktiv und relativ zügig zu einem guten Ergebnis geführt hätten.
Ein unbefriedigenderes Thema ist hingegen die in Wien geführte Debatte um die Gastpatient:innen aus den Bundesländern. Auch wenn eine bundesländerübergreifende Gesundheitsplanung und Finanzierung sinnvoller sei, fühle man sich den Vorgaben der Stadt Wien verpflichtet und halte sich daran, sagte David Pötz. Gleichzeitig schob er nach: „Wir alle hoffen auf eine zeitnahe Lösung.“
Quelle: kathpress