Dominikaner: P. Dominicus Armbruster zum Priester geweiht

Grund zur Freude: Am 11. April 2026 wurde der Dominikaner P. Dominicus Armbruster von Erzbischof Josef Grünwidl in der Wiener Dominikanerkirche zum Priester geweiht. (c) Erzdiözese Wien/Schönlaub
Die Priesterweihe in der Dominikanerkirche war nicht nur die erste in Österreich im Jahr 2026, sondern auch die erste für den Wiener Erzbischof Josef Grünwidl seit seiner eigenen Bischofsweihe im Jänner 2026. Als wichtigsten Auftrag für den Neupriester aus dem Predigerorden hob er den Dienst am Wort Gottes hervor. Priester seien berufen, das Evangelium „freimütig“ zu verkünden, auch angesichts von Ablehnung oder Gleichgültigkeit. Dass die Frohe Botschaft dabei öfters auf „taube Ohren und verhärtete Herzen“ stoße, dürfe den jungen Dominikaner nicht entmutigen. Entscheidend sei, selbst Hörender des Wortes zu bleiben, um glaubwürdig Zeugnis geben zu können.

In seiner Predigt richtete Erbischof Josef Grünwidl einen eindringlichen Appell zur Verkündigung des Evangeliums und zum Dienst an den Menschen an P. Dominicus Armbruster. (c) Erzdiözese Wien/Schönlaub
Eucharistie auch im Alltag leben
Außerdem appellierte Grünwidl zum Dienst an den Sakramenten, besonders der Eucharistie und der Versöhnung. Der Priester handle dabei „in persona Christi“ und spreche nicht aus eigener Vollmacht. Das verpflichte dazu, das eigene Leben an Christus auszurichten. Der Neupriester solle die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt kirchlichen Lebens nicht nur liturgisch feiern, sondern auch im Alltag leben, im Dienst an Armen, Kranken und Leidenden.

Erzbischof Josef Grünwidl weihte den jungen Dominikaner P. Dominicus Armbruster zum Priester. (c) P. Adam Rokosz OP
Als „Wegweiser“ für den weiteren Lebensweg P. Dominicus Armbrusters bezeichnete Grünwidl die Ausrichtung am Wort Gottes als auch die tägliche Hinwendung zur Eucharistie als Kraftquelle für den Dienst am Menschen. Weiters würdigte der Erzbischof das persönliche „Adsum“ („Hier bin ich“) des Weihekandidaten, das niemand stellvertretend geben könne. Berufung sei immer individuell und verlange die Bereitschaft, den eigenen Lebensweg konsequent mit Gott zu gehen, sagte Grünwidl.
Zur Person
P. Dominicus Armbruster wurde 1997 im deutschen Donaueschingen geboren, trat nach einem Berufungserlebnis in den Dominikanerorden ein und absolvierte Teile seiner Ausbildung in Heiligenkreuz, Assisi und Wien. Seit 2021 gehört er dem Wiener Konvent an, legte dort die Einfache Profess und nach einem Auslandsjahr in Oakland (USA) 2025 die Feierliche Profess ab und wurde zum Diakon geweiht. Aktiv ist der Neupriester auch in sozialen Medien. Über den Kanal „gottundso“ vermittelt er Glaubensinhalte und berichtet über seinen Berufungsweg.

P. Dominicus Armbruster setzt nach der Priesterweihe sein Pastoralpraktikum in Freiburg im Breisgau fort. (c) Erzdiözese Wien/Schönlaub
Erzbischof Grünwidl vertrat als Weihespender Kardinal Christoph Schönborn, der selbst dem Dominikanerorden angehört und ursprünglich als Zelebrant vorgesehen war. Am Tag nach der Weihe feierte der Neupriester in der Wiener Dominikanerkirche seine Primizmesse. P. Dominicus Armbruster setzt nun nach der Priesterweihe sein Pastoralpraktikum in Freiburg im Breisgau (Deutschland) fort. Nach seiner Diakonenweihe am 20. August 2025 hatte ihn die Leitung der Ordensprovinz zum Dominikanerkonvent St. Martin in Freiburg entsandt, wo er seitdem sein Pastoralpraktikum in verschiedenen seelsorglichen Bereichen an St. Martin und in Kirchengemeinden im Freiburger Norden absolviert.
Die Priesterweihe wurde live auf dem YouTube-Kanal der Dominikaner übertragen:
Weitere Fotos sind in der Bildergalerie am Ende der Seite zu finden.
Quellen: kathpress, Dominikaner