Startschuss für Großbaustelle im Wiener Schulzentrum St. Franziskus

Mit dem Spatenstich am 10. April 2026 fiel der Startschuss für ein umfassendes Bauprojekt im Schulzentrum St. Franziskus. Auf dem Foto (v.l.): Franziska Mayer (Kindergartenleitung), Erich Hohenberger (Bezirksvorsteher), Maria Habersack (VOSÖ), Rudolf Luftensteiner (IÖO), Sr. M. Petronilla Herl (Konventoberin), Martha Mikulka (VOSÖ), Anton Süss (IÖO), Regina Schiefer (Direktorin Volksschule), Renate Kärle (Hortleiterin), Hubert Wetschnig, Thomas Reicher, Eric Saffer, Franz Rumpler (alle HABAU Group) und Thomas Wolf (Firma „Delta Pods Architects“). (c) Max Much
In einer Bauzeit von knapp zwei Jahren – von Ostern 2026 bis Ende 2027 – wird der Bildungsstandort umfassend modernisiert. Der ehemalige Klausurbereich der Schulschwestern vom Dritten Orden des hl. Franziskus wird für Bildungszwecke neu adaptiert, während die bestehenden Volksschulklassen, Horträume und Kindergartengruppen vollständig renoviert werden. Künftig werden zudem alle derzeit teilweise dislozierten Kindergartengruppen zentral im Schulzentrum untergebracht.
Im Zuge der Bauarbeiten entstehen insgesamt zehn Volksschulklassen, acht Horträume sowie ein Kindergarten mit fünf Gruppenräumen. In der Mittelschule und in der HLW werden notwendige Anpassungen im Bereich des Brandschutzes umgesetzt. „Der Raum ist der dritte Pädagoge“, betont VOSÖ-Geschäftsführerin Martha Mikulka mit Verweis auf den Erziehungswissenschaftler Loris Malaguzzi. „Mit diesem Bauprojekt schaffen wir ein modernes Umfeld, das Kindern und Schüler:innen von Kindergarten, Volksschule und Hort künftig noch bessere Lern- und Entwicklungsbedingungen bietet.“
Um- und Ausbau in zwei Bauphasen
Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Etappen: Die erste Phase startet zu Ostern 2026 und wird bis Ende des Jahres abgeschlossen. In diesem Zeitraum wird der ehemalige Klostertrakt für Bildungszwecke adaptiert sowie der Einfahrts- und Pfortenbereich umfassend neugestaltet. Der laufende Kindergarten- und Schulbetrieb bleibt währenddessen uneingeschränkt aufrechterhalten. Nach Abschluss dieser Phase übersiedeln Kindergarten und Schule in die neu adaptierten Räumlichkeiten.

2027 soll das Bauprojekt abgeschlossen sein, Visualisierungen gibt es bereits. (c) St. Franziskus
Die zweite Bauphase beginnt im Anschluss an den Umzug und dauert bis Ende 2027. In dieser Zeit werden die bisherigen Klassen- und Gruppenräume generalsaniert. Zusätzlich sind in den Sommerferien 2027 weitere Brandschutzmaßnahmen in der Mittelschule und der HLW vorgesehen. Nach Fertigstellung aller Bauarbeiten beziehen Kindergarten und Volksschule ihre endgültigen Räumlichkeiten.
Enge Zusammenarbeit
Verantwortlich für das Bauprojekt ist das Institut Österreichischer Orden (IÖO) als Eigentümer der Liegenschaft, in enger Zusammenarbeit mit der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ), die als Schulerhalter insbesondere die pädagogische Raumgestaltung begleitet. Die bauliche Umsetzung erfolgt durch die HABAU Group.
Die Ordensgemeinschaft der Schulschwestern vom Dritten Orden des heiligen Franziskus, bis 2025 Eigentümerinnen und Trägerinnen des Standortes, bleibt weiterhin vor Ort präsent und ist bereits in das Schwesternhaus St. Joseph übersiedelt. Mit der Bereitstellung ihrer ehemaligen Klausurräumlichkeiten leisten die Schwestern einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Bildungsstandortes. „Möge Gottes Segen auf allem ruhen, zu seiner Ehre und zum Wohl der jungen Menschen“, sagt Sr. M. Petronilla Herl, Konventoberin in Wien.

Bei der Übergabe der Liegenschaften (v.l.): Anton Süss (IÖO-Geschäftsführer), Martha Mikulka (VOSÖ-Geschäftsführerin), Generaloberin Sr. Maria Irina Teiner, Konventoberin Sr. M. Petronilla Herl, Maria Habersack (VOSÖ-Vorstandsvorsitzende) und Rudolf Luftensteiner (IÖO-Vorstandsvorsitzender). (c) ÖOK/emw
Orden schuf mit Übergabe wichtige Weichenstellung
Mit der Übergabe ihrer Liegenschaften am 20. Mai 2025 haben die Schulschwestern vom Dritten Orden des hl. Franziskus einen wichtigen Schritt gesetzt, um die Zukunft ihrer Bildungseinrichtungen nachhaltig zu sichern. Das Institut Österreichischer Orden (IÖO) übernahm ab dem Schuljahr 2025/26 die Eigentümerschaft der Gebäude, die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ) die Trägerschaft der Bildungseinrichtungen.
Eigentümer: Institut Österreichischer Orden
Das Institut Österreichischer Orden wurde von den Ordensgemeinschaften Österreich gegründet, um Ordenswerke und ihre Werte nachhaltig in die Zukunft zu führen. Das Institut trägt die Verantwortung für die Gebäude, um gemeinsam mit der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs als Schulerhalter die Bildungseinrichtung der Schwestern gut in die Zukunft zu führen und im Sinne des ursprünglichen Ordenscharismas weiterzuentwickeln.
Schulträger: Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ)
Die VOSÖ wurde 1993 gegründet und ist mit 20 Standorten und 70 Bildungseinrichtungen von 14 Orden der größte private Schulträger Österreichs. Rund 13.300 Kinder und Jugendliche besuchen VOSÖ-Einrichtungen in acht Bundesländern.
Quelle: VOSÖ