Graz: Ordensleute lasen Geschichten über den Heiligen Franziskus

Bei der Veranstaltung zum Österreichischen Vorlesetag vor der Grazer Stadtpfarrkirche: Gertraud Schaller-Pressler, Schülerinnen des ORG Graz-Eggenberg der Grazer Schulschwestern, Helga Schreiber, Br. Nikodemus Glößl, P. Andreas Holl und Daniela Felber (v.l.). (c) Sonntagsblatt/Kateryna Fedorova
Aus dem Orden der Franziskaner waren Br. Nikodemus Glößl, P. Willibald Hopfgartner und P. Rupert Schwarzl mit dabei, auch Sr. Magda Schmidt und Sr. Petra Rosenberger von den Grazer Schulschwestern lasen Geschichten von und über den Hl. Franz von Assisi vor. Der Bogen führte dabei von Geschichten aus der Kindheit und Jugend des Heiligen, die Schüler:innen des ORG Graz-Eggenberg der Grazer Schulschwestern gemeinsam mit ihrer Religionslehrerin Helga Schreiber ausgewählt hatten, über sein Leben bis zu seinem Tod.
Br. Nikodemus Glößl stellte die Erzählung „Die vollkommene Freude“ vor, Sr. Magda Schmidt den „Wolf von Gubbio“. Der Hl. Franz von Assisi habe mit allen Menschen ohne Standesunterschiede zu sprechen gepflegt und damit „eine völlig neue Form der Kommunikation“ eingeführt, stellte P. Willibald Hopfgartner etwa anhand von Legenden dar. Die Bedeutung von Franz von Assisi in der Jetztzeit, der auch Papst Franziskus und dessen Enzyklika Laudato si‘ inspirierte, strich die Umweltbeauftrage der Diözese, Eva Heidlmair vor und wählte dazu Ausschnitte aus Hubert Gaisbauers Buch „Ein Brief für die Welt“.

Br. Nikodemus Glößl stellte die Erzählung „Die vollkommene Freude“ vor. (c) Gerd Neuhold
Verschiedene Blickwinkel
P. Rupert Schwarzl las Ausschnitte aus den Ermahnungen des hl. Franziskus, um anhand dieser bis heute aktuellen Gedanken mit den Zuhörenden ins Gespräch zu kommen. In den Fioretti findet sich die spannende Geschichte „Wie der heilige Franziskus drei Raubmörder bekehrte…“, die Sr. Petra Rosenberger bildreich zu Gehör brachte. Johannes Mindler-Steiner, Leiter des Afro-Asiatischen Instituts, entführte die Zuhörenden in den Orient: Mit der Erzählung über das Treffen von Franziskus mit Sultan Al Kamil anlässlich des V. Kreuzzuges rückte er das Friedensstiftende und Begegnende im Wirken des Heiligen in den Vordergrund. Stadtpfarrpropst Ewald Pristavec ließ schließlich den Lesereigen mit Bonaventuras berührender Schilderung des Sterbens und Todes von Franziskus ausklingen.
Die Organisatorinnen der Veranstaltung, Daniela Felber (Referentin für Schöpfungsverantwortung) und Gertraud Schaller-Pressler (Referentin für Kultur) von der Katholischen Stadtkirche Graz, freuten sich, dass mit den – von den Vortragenden jeweils selbst ausgewählten Texten – Franziskus buchstäblich in vielen Facetten zum Leben erwachte. Wobei deutlich wurde, dass dieser große Heilige „allem und jedem positiv begegnete und bis heute wirkmächtig ist.“
Quelle: Kirchen Kultur Graz