VfFB: Digitales Lernen ist integraler Bestandteil zeitgemäßer Bildung

In den Schulen des VfFB, so auch in der Mittelschule Amstetten, ist digitale Bildung ein selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags. (c) VfFB/Mittelschule Amstetten
Digitale Bildung sei heute ein selbstverständlicher Bestandteil des pädagogischen Alltags in den mehr als 50 Einrichtungen des VfFB, teilte dieser in einer Aussendung mit. Dabei gehe es nicht nur um technische Fähigkeiten, sondern auch um einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Pädagog:innen begleiten Kinder und Jugendliche dabei, digitale Werkzeuge sinnvoll zu nutzen, Informationen kritisch einzuordnen und Medien kompetent einzusetzen.
Digitale Bildung sei dabei kein isoliertes Zusatzangebot, sondern Teil eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses mit dem Ziel, junge Menschen auf eine zunehmend digitale Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten und gleichzeitig soziale Kompetenzen, Kreativität und kritisches Denken zu fördern.
Digitale Medien bereits im Kindergarten
So werden digitale Medien beispielsweise auch im Kindergarten Markt Hartmannsdorf in der Steiermark bereits altersgerecht und bewusst eingesetzt. Kinder fotografieren selbst, gestalten ihre Bilder kreativ weiter und nutzen Tablets oder digitale Mikroskope, um gemeinsam Themen zu entdecken und die Natur zu erforschen. Bilderbuchkinos und kurze Filme unterstützen Projekte. Gleichzeitig steht ein reflektierter Umgang mit Medien im Mittelpunkt – auch im Austausch mit den Eltern, etwa durch Empfehlungen zu möglichst bildschirmfreien frühen Lebensjahren und handyfreien Bring- und Abholsituationen.

Digitales Lernen beginnt für den VfFB bereits im Kindergarten. (c) VfFB/Kindergarten Markt Hartmannsdorf
In der Volksschule Graz-Eggenberg werden Tablets regelmäßig für Lernübungen, Recherche, Stationenbetrieb oder zur Dokumentation von Arbeitsergebnissen eingesetzt. Schüler:innen arbeiten mit Lernplattformen wie ANTON und Antolin sowie ab der dritten Klasse auch mit Microsoft Teams. Erste Grundlagen des Programmierens erwerben sie spielerisch mit Bee-Bots. In der unverbindlichen Übung „Medien“ lernen die Kinder zudem Chancen, Regeln und Risiken der Internetnutzung kennen.
Auch in den Privaten Mittelschulen des VfFB wird Wert auf digitale Bildung gelegt. In Amstetten bauten Schüler:innen im Workshop „SmartCar“ eigene Mini-Autos und steuerten sie per Smartphone. In Vöcklabruck erstellen Schüler:innen interaktive Lernquizzes mit „Learning Snacks“ und arbeiten mit dem Unterrichtstool „MyNews“ zu Themen wie KI oder Fake News. In Ried im Innkreis setzen sich Klassen intensiv mit Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz auseinander. In Zwettl entwickeln Schüler:innen im Projekt „Game Design & 3D-Druck“ eigene Spiele und verbinden dabei digitale Gestaltung, Technik und Teamarbeit.
Digitale Bildung auch in der Oberstufe
An der HLW – BASOP – HLPS und KOfEP in Zwettl ist digitale Bildung seit Jahren Teil des Schulprofils der zertifizierten eEducation Expert+Schule. Ein digital organisierter Selbstlerntag über Microsoft Teams fördert selbstständiges Lernen und digitale Kompetenzen. Im Unterricht werden auch KI-Tools reflektiert eingesetzt und kritisch hinterfragt. Projekte zu Medienkompetenz, Social Media und Quellenkritik sowie die Teilnahme von 48 Schüler:innen an der ORF-Initiative „3 Wochen ohne Handy“ setzen zusätzliche Impulse für einen bewussten Umgang mit digitalen Medien.
Audivisuelle Medien sind ein Schwerpunkt im ORG Vöcklabruck. (c) VfFB/ORG Vöcklabruck
In den Wirtschaftsschulen Amstetten arbeiten Schüler:innen praxisnah an Fotografie und digitaler Bildbearbeitung. Auch in AHS-Oberstufen sind digitale Medien sind fester Bestandteil des projektorientierten Unterrichts. Am ORG Vöcklabruck produzieren Schüler:innen im Schwerpunkt „Kommunikation & Medien“ Radiosendungen mit dem Freien Radio Salzkammergut und eigene Kurzfilme, während im Unterricht auch kreative KI-Projekte entstehen. Am ORG Graz-Eggenberg stehen Medienkompetenz, kritische Auseinandersetzung mit Online-Inhalten sowie Workshops zu Programmieren und digitaler Sicherheit im Mittelpunkt.
„Voraussetzung für selbstständiges Denken und verantwortungsvolles Handeln“
„Digitale Bildung bedeutet für uns weit mehr als den Einsatz von Geräten“, betont Elisabeth Binder, Geschäftsführerin des Vereins für Franziskanische Bildung. „Es ist uns wichtig, dass Kinder und Jugendliche lernen, digitale Informationen kritisch zu hinterfragen, Chancen und Risiken neuer Technologien einzuschätzen und digitale Werkzeuge sinnvoll für Lernen, Kreativität und Zusammenarbeit zu nutzen. Medienkompetenz ist heute eine zentrale Voraussetzung für selbstständiges Denken und verantwortungsvolles Handeln.“

Für Elisabeth Binder, Geschäftsführerin des VfFB, bedeutet digitale Bildung „weit mehr als den Einsatz von Geräten“. (c) Pullirsch
Der Verein für Franziskanische Bildung
Der Verein für Franziskanische Bildung (VfFB) ist mit mehr als 50 Bildungseinrichtungen in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark für rund 7.000 Jugendliche aller Altersstufen zweitgrößter Träger von Ordens-Bildungseinrichtungen in Österreich. Die Non-Profit-Organisation wurde 2019 von fünf franziskanischen Frauenorden mit dem Ziel gegründet, den kirchlichen und gesellschaftlichen Bildungsauftrag, der auf die Gründerinnen und Gründer der jeweiligen Orden zurückgeht, gemeinsam optimal zu erfüllen und als starker Partner der öffentlichen Hand im Bildungsbereich zu agieren.
Quelle: VfFB