Franziskanische Impulse für heute

Aktuell wie eh und je: Die Vortragsreihe der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg und des Franziskanerklosters will unterstreichen, wie wichtig franziskanische Werte gerade heute sind. © Bild: Ute Quaing / Plastik: Jürgen Schierenberg (pfarrbriefservice.de)
„Seine Botschaft von Frieden, Geschwisterlichkeit und Einfachheit prägt auch 800 Jahre nach seinem Tod Schöpfungsverantwortung sowie interreligiösen und ökumenischen Dialog“, hieß es seitens der Katholisch-Theologischen Fakultät. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr und finden abwechselnd an der Fakultät und im Franziskanerkloster statt.
Acht Abende mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten
Den Auftakt bildet am 10. März der Vortrag „Leben gegen den Trend – franziskanische Christus-Nachfolge in Geschwisterlichkeit und Verkündigung“. Referent ist Guardian P. Thomas Hrastnik OFM, der die Aktualität franziskanischer Lebensformen in einer individualisierten Gesellschaft beleuchtet.
P. Willibald Hopfgartner wird am 24. März in seinen Reflexionen „Armut und die Schönheit“ eine Betrachtung auf die Festspielidee von Salzburg einfließen lassen: Hugo von Hofmannsthal verfügte, in einem Franziskaner-Habit aufgebahrt zu werden und Max Reinhardt wollte, dass man den Festspielen auch einen „humanitären Charakter“ geben solle.
Am 14. April spricht Erzbischof Franz Lackner OFM zum Thema „Franziskanisches Sein – bischöfliches Tun“ und zeigt auf, wie sich franziskanische Spiritualität und verantwortungsvolle Führung verbinden lassen. Der Salzburger Erzbischof gehört selbst dem Franziskanerorden an.
Abgeschlossen wird die achtteilige Vortragsreihe am 23. Juni mit Ausführungen des Münchner orthodoxen Theologen Prof. Stefanos Athanasiou zum Thema „Ökologie als geistliche Herausforderung: Schöpfungsverantwortung und -spiritualität in orthodoxer Perspektive.“
800 Jahre Franziskus
Das Franziskusjahr 2026 ist der Abschluss und Höhepunkt eines mehrjährigen Gedenkens an den heiligen Franz von Assisi. Seit vier Jahren feiern die Gläubigen in Teiljubiläen mit der franziskanischen Familie zunächst die Weihnachtsfeier und Krippe zu Greccio sowie die Bestätigung der Regel des heiligen Franziskus (1223), danach das Geschenk der Stigmata (1224) und die Niederschrift des Sonnengesangs (1225) sowie heuer den 800. Todestag oder „Transitus“ von Franz von Assisi (3. Oktober 1226).
Die einzelnen Franziskanerklöster setzen im Jubiläumsjahr unterschiedliche Schwerpunkte. Die Franziskaner in Salzburg etwa laden ab Ende Mai zu einer Ausstellung mit 104 Exponaten zu Franz von Assisi ins DomQuartier. Für den Oktober ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Lebenskunst und Sterbekultur“ geplant. Dabei ist vorgesehen, dass 80 franziskanische Schwestern und Brüder aus Europa nach Salzburg kommen und die Ausstellung begleiten.
Quellen: Erzdiözese Salzburg, kathpress